7-Meilen-Stiefel
Eselsohren
Ahnentafel
Silbersee

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

Lucas Trainingstagebuch

 

 

 

13.5.10 Unser erstes Mantrailerseminar

Endlich haben wir ein Mantrailerseminar mitgemacht und es hat sehr großen Spaß gemacht. Klar ist es anstrengend, aber so eine Bestandsaufnahme von jemandem, der seit Jahren unglaublich viel Erfahrung hat wie Gabriella Trautmann aus dem Tessin - das ist schon was!!

Am ersten Tag war ich sehr nervös und bin voll in alte Muster gerutscht. Da ging dann die Schnitzeljagd durch den Wald absolut schief. Dafür war der zweite Tag umso besser, so dass ich dann doch recht zufrieden war.

Nun kann ich noch verstärkter an meinen Fehlern arbeiten und habe eine Ahnung davon bekommen, ab wann ich anfange, meinen Hund ungewollt zu drücken. Aber wie es halt so ist mit eingefleischten Gewohnheiten - die brauchen Geduld. Und das ist für mich die schwerste Übung.

 

25.3.10 Detachieren und Voranschicken

Luca macht es super - er detachiert quer durch das Gelände zu den verschiedensten Hütchen, geht über Distanz über eine 1 m hohe Bohle, geht dann die Bohle komplett selbstständig, detachiert von dort aus zurück zu einem Hütchen.... etc, etc. Er hat Spaß, eindeutig. Sogar beim Geräte abbauen turnt er noch oben rum und will es nochmal und nochmal und nochmal machen. Die Anzahl der Häufigkeiten richtet sich dabei nach der Anzahl der Zuschauer - je mehr umso besser.

Auch beim Trailen wird er von Mal zu Mal erfahrener und arbeitet schön konzentriert die Trails aus. Es ist toll zu beobachten, wie er mehr und mehr an Erfahrung gewinnt und seit die Trails schwerer und schwerer werden ist er mit noch größerer Begeisterung dabei.

Dies ist auch ein schöner Hinweis für alle, die sehr wissbegierige Hunde haben - diese Hunde werden immer schlechter, je besser sie etwas schon können. Also Schwierigkeiten einbauen, dann ist der Hund wieder dabei.

 

1.3.10 Anleitung zum Detachieren

Viele machen beim Detachieren einen Fehler, der letztlich immer dazu führt, dass der Hund zum Besitzer zurückläuft und dann erst zu dem gemeinten Gegenstand. Die Besitzer werden ungeduldig und denken, der Hund arbeitet nicht und konzentriert sich nicht. Wo liegt hier der Fehler?

Detachiert wird immer im rechten Winkel. Die meisten wenden sich mit dem Oberkörper dem Gegenstand zu und zeigen schräg auf den Gegenstand, den sie meinen. Das ist für den Hund erkennbar, so lange er nahe bei einem ist. Soll aber über größere Entfernungen detachiert werden funktioniert es nicht mehr, weil der Hund nicht mehr genau sehen kann, wohin er denn nun gehen soll. Probiert es aus: detachiert Euch mal gegenseitig zu einem bestimmten Punkt - der, der detachiert wird steht dabei gute 20 Meter von euch weg. Es funktioniert nicht, weil aus der Entfernung nicht mehr klar zu erkennen ist, welchen Punkt wir meinen. Die Optik verzerrt alles. Deshalb laufen viele Hunde zurück zum Besitzer, nehmen die Richtung dort neu an und laufen dann eben nicht rüber, sondern einfach neu voran, diesmal mit einer genaueren Information, wohin er eigentlich gehen soll.  

Bringt eurem Hund bei, dass er immer im rechten Winkel geht, wenn er irgendwohin geschickt wird. Stellt euch so, dass ihr genau im Lot steht zu der gedachten Linie zwischen den zwei Punkten, die der Hund ansteuern soll. Zum detachieren braucht ihr dann genau fünf Kommandos: geh rüber (links), geh rüber (rechts), voran, zu mir und ein Kommando zum anhalten. Damit bekommt ihr eure Hunde überall hin.

 

2.2.10 Voranschicken

Zur Zeit baue ich mit Luca zum Zeitvertreib das Voranschicken wieder auf. Das haben wir einfach sehr lange nicht mehr gemacht, weil er es als Trailer ja nicht braucht. Aber er liebt diese kleinen Lerneinheiten beim Spazieren gehen und so laufen wir zur Zeit bewaffnet mit zwei Nudelsieben los, die nahe an der Form von Pelonen dran sind.

Man beginnt mit einem Hütchen, auf das man ein Leckerchen legt und schickt ihn hin. Kommt er dort an gibt man ihm das Kommando zum Anhalten. Der Hund verweilt am Hütchen. Hier verändert man dann die Laufstrecke immer weiter - zunächst anhand von kleinen Hilfslinien (Büche, Wege), dann richtig ins Gelände. Kann er die Hütchen zuerst noch sehen, stellt man sie nach und nach so auf, dass er sie vom Standpunkt aus nicht mehr sehen kann.

Um die Teamarbeit zu stärken nimmt man sich irgendwann ein zweites Hütchen dazu, legt aber nichts darauf. Man detachiert ihn zu dem richtigen Hütchen. Läuft er zum Falschen macht es nichts, weil dort ja keine Belohnung liegt. Man holt ihn zurück und schickt ihn einfach wieder zum richtigen Nudelsieb. So rutscht nach und nach das Nudelsieb immer weiter außer Sichtweite.

 

30.1.10 Kurz und Knackig

Auch wenn ein paar längere Trails dazwischen waren und wir das immer wieder mal einbauen werden ist der Löwenanteil der Trails kurz, aber knackig. Die Trails liegen mal länger, mal kürzer, aber er bekommt immer etwas zum Grübeln, damit er Erfahrungen sammeln kann. So macht das Trailen uns beiden richtig Spaß. Mal eine neue Spur auf einer alten Spur, mal eine Verleitfährte von einem Reh, viele Kreuzungen. Er lernt gut und willig. Im Augenblick versucht er gerade herauszufinden, wieso bei länger liegenden Trails eine riesige Geruchswolke vor einer Eingangstür liegen kann, es dort aber gar nicht reingeht - der ist einfach nicht drin. Aber nur mit solchen Schwierigkeiten macht es ihm Spaß.

 

3.1.10 Lange Strecken

Die letzten Male haben wir versucht, die Strecke, die der Hund zu trailen hat, zu verlängern. Die Hunde schießen sich irgendwann auf eine bestimmte Länge ein und neigen dann dazu, sich eine Belohnung zu suchen, wenn diese Länge überschritten ist. Aber Luca hat es gut gemacht und sich auch keine Ersatzbelohnung gesucht.

Einmal hatten wir einen Trail, bei dem ich sehr viel gelernt habe. Denn keiner wußte, wohin es geht. Als Bestätigung gab es auf dem Weg zu Zettel, die sagten, dass wir noch auf dem richtigen Trail sind. Von sechs Zetteln haben wir vier auch gefunden und sind auch richtig angekommen. Für mich war das eine richtige Herausforderung, weil mir noch nicht klar war, wie mein Hund reagiert, wenn er nichts mehr hat. Ich wurde sogar richtig sauer, weil ich dachte, er macht Schmarrn. Hat er aber nicht, er hatte nur keine Spur mehr. Die Lösung war: es hatte die Witterung einen Berg hinaufgetragen, aber dort oben ging es dann natürlich nicht mehr weiter, weil die richtige Spur unten lag.

 

12/2009 Zwischenbilanz

Luca trailt wahnsinnig gerne und macht seinen Job recht gut. Er braucht den Fährtenabgang nicht mehr, legt gleich los, nimmt auch Personenwechsel hin und findet es super lustig, wenn er "mittendrin" jemand anderen suchen soll. Der ganze Hund lacht. So machen wir einfach locker weiter und weiter.

 

12.9.09 Italienischer Trail

Das Zwergerl und der Luca haben ein paar Tage an der italienischen Adria Entspannung gesucht. Entspannung heißt dann bei Luca, dass er so richtig arbeitstriebig wird und, sollte man ihm nichts befehlen, er selbständig arbeitet und arbeitsmäßig brav ist - ja, das geht. Hund muß dann Viszlaohren machen und im Gleichschritt zum Frauchen laufen. Neben ein paar kleinen Filmaufnahmen am Strand legte ich ihm dann mit Hilfe einer Freundin einen Trail. Am Strand entlang neben Büschen, hinein in ein paar kleine Wege, ungewollt kreuzten dann drei Kreuzungen und eine Einbuchtung. Windstärke lag ungefähr bei sechs. Einmal mußte ich ihm helfen - da verwehte der ganze Geruch in einen Hof und wirbelte um ein Auto herum. Dann ging es noch eine Weile über Asphalt. Insgesamt hat er seine Sache aber sehr gut gemacht. Das nächste Mal beginnen wir dann gleich mit der Motivation.

 

3.9. 09 Umstellung auf Trail

Nun ruhte Lucas Arbeit einfach längere Zeit. Das hat mehrere Gründe. Immer mal wieder haben wir kleinere Fährten gemacht. Allerdings - und das ist eigentlich viel schwieriger, weil es viel mehr Verleitspuren gibt - nur in unserem Haus- und Hof-Gassi-Gebiet. Auf keinen Fall wollte ich Lu überfordern.

Seit nun wieder ein fahrbarer Untersatz vor der Tür steht waren wir wieder bei den Übungen der Staffel. Dort zeigte sich, dass Luca am Fährten niemals die "Macken" zeigte, die er vorher bei der Staffelarbeit zeigte. So fiel denn, nach einem Testversuch, ein Versuchsentschluss: Luca könnte doch eigentlich wieder trailen. Wenn ich entspannt bin und mein Hund auch, dann haben wir doch eine hervorragende Kombination, um aktiv wieder an der Staffelarbeit teilzunehmen.

So kam es, dass Lu nun langsam an den Übergang vom Fährten zum Trailen zurückgeführt wird.

Wir geben ihm Dreiersequenzen: die erste Sequenz ist noch eine Fährte, die zweite eine halbe Fährte mit Traileinsatz und die dritte Sequenz ein reiner Trail. Es hat bisher sehr gut geklappt und er trailt mit der gleichen Freude, mit der er sonst fährtet. Die Fährte hingegen gibt ihm sehr viel Sicherheit und er sucht sehr freudig. Es ist ein Test, ein lockerer Test. An dieser Stelle danke ich meinen Freunden und Staffelkollegen für diese mutige Entscheidung.

 

25.04.09 Fährtenarbeit wieder aufgenommen

...so gut es eben ohne Auto geht. Denn ich komme ja in kein Übungsgebiet oder in den Verein. Naja, hinkommen könnte ich in den Verein schon, aber ich kann ihn ja nicht auf der Straße sitzen lassen. Außerdem ist mir nicht wohl, so lange das mit dem Zucker nicht geklärt ist. Ein Albtraum, wenn er dann in den Öffentlichen taumelig wird. Gestern waren wir noch einmal Blut abnehmen - mal sehen, was da jetzt rauskommt. Also Daumen halten.

Aber letzte Woche hatten wir jetzt doch die Möglichkeit, eine erste Sommerfährte abzuarbeiten. Sie war ca 100m lang und ging recht gerade. Aber einmal ist er auf eine Verleitfährte hereingefallen - da ist ein Spaziergänger durchgelaufen und diese Spur war wohl frischer. Nach einem Meter hat er seinen Fehler bemerkt und ging zurück auf seine Fährte. Allerdings sehe ich das sehr gelassen, denn wir übten im Olympiapark. Dort laufen den ganzen Tag Menschen herum, so dass er ohnehin hunderte von Verleitfährten hat. Und dafür war es eine super saubere Arbeit.

 

23.2.09 Noch mehr Fortschritte

Luca macht, was das Fährten angeht riesige Sprünge. Super!! Er fährtet über Schnee, verschieden Bodenbeschaffenheiten, Fährten, die auch zum Teil schon zwei Stunden lagen. Sehr schön. Nun werde ich langsam mal mit Fremdfährten oder Gegenständen anfangen. Immer schön der Reihe nach. Aber durch den kalten Boden und seine nicht vorhandene Unterwolle werde ich wohl erstmal zur Fremdfährte tendieren, da er die Gegenstände ja durch hinlegen anzeigen müßte.

Am schönsten war die Fährte, die dann auch über einen Kanaldeckel lief - er mußte sich den Abgang neu suchen. Super gekonnt hat er das und danach ist er vor stolz geplatzt.

Und so langsam hat er auch wieder Spaß daran, dass Leute aus der Staffel dabei sind - er arbeitet toll und hat keinen Druck mehr. :-)

 

31.01.09 Fortschritte

Seit Luca nun viele Möglichkeiten zum Fährten hat, weil wir ja mit der Staffel ohnehin im Wald sind, macht er riesige Fortschritte.

So bekam er letzten Donnerstag eine kurze, aber doch recht gepfefferte Aufgabe: erst ein paar Schritte Schneefährte, die jedoch von mindestens vier Verleitspuren durchkreuzt war, dann ein Stück eingefrorenen Matsch, dann kam ein Kanaldeckel und gleich danach mußte er den Fährtenabgang nach dem Kanaldeckel suchen. Die Dose hatte ich jedoch so platziert, dass er die Witterung der Dose auch bekommen konnte - sozusagen als Anhaltspunkt. Sehr gut hat er das gemacht.

Nachdem ich dann gestern morgen im Wald eine kurze Motivationsfährte gelegt hatte, die an sich noch eine Schneefährte war folgte dann am Nachmittag, als die Sonne ein bisserl rauskam eine richtig lange Strecke. Es waren gut 250 m, die er da abgearbeitet hat - das ist eine halbe Prüfungsfährte. Begonnen wieder als Schneefährte, die fallen ihm sehr leicht, dann ging es über gefrorenen Acker weiter ungefähr 40 Meter. Hier hatte ich etwas Bedenken, dass er wieder ins Trailen verfallen könnte, ist er aber nicht. Ein gefrorener Boden gibt eben nur wenig Bodenverletzung her. Aber es ist eine gute Möglichkeit, dem Hund das beizubringen, weil er eben ein paar Schneereste hat, die er kann und ein paar gefrorene Elemente, die schwierig sind.

Von dort aus ging es über den leicht angetauten Acker weiter voran, bis schließlich ein rechter Winkel nach rechts in den Wald führte und die Fährte über Laub weiterging. Bei diesem Winkel hat er dann die Fährte kurz verloren. Es war eine sehr gute Arbeit, die er da gebracht hat. Er hat jeden Schritt gut ausgearbeitet und zeigte die typische Pendelbewegung mit dem Kopf.

Für das nächste Mal bekommt er nun mal mehr Winkel dazu - gleich in der Früh. Am Nachmittag gibt es dann wieder Motivation.

 

Fährtenarbeit am Steinsee

Eine schöne Einheit. Es hatte so minus 10° den ganzen Tag über. Wenn man bedenkt, dass eine Fährte ja davon lebt, dass Grashalme knicken und Verwesungsgeruch freisetzen, dann kann man sich denken, dass die Feuchtigkeit bei der Kälte nicht verwest, sondern einfriert. Dementsprechend schwer war die erste Einheit für Luca - er konnte die Tritte nicht so ausarbeiten zumal auch keine einheitliche Schneedecke lag, sondern die Fährte über unzählige Hasenspuren, Traktorrinnen und mitten durch die Spuren ging, die Spaziergänger dort hinterlassen haben. Das machte es natürlich schwer. Er ging also eher einen halben Meter neben dem Tritt in der Geruchsverwehung meiner Hautpartikel - also eher ein Trail. Aber er kam zielsicher bei der Belohnungsbox an. Die zweite Fährte am Nachmittag legte ich, um festzustellen, wieso er die Tritte nicht gehalten hat, anfänglich auf einem sonnenbeschienen Gebiet am Wegrand. Dort arbeitete er die Tritte mit einer leichten Pendelbewegung des Kopfes auch sauber aus. Dann kam der Schatten und wieder Schnee - dort hatte er dann wieder ähnliche Probleme. Er hat es gut gemacht und schön gelöst.

Die Morgenfährte war ein großes U, die Nachmittagsfährte eine gerade. Super war heute: er beginnt die Winkel super auszuarbeiten. Einmal vergewisserte er sich, ob er auch richtig ist und testete die anderen Möglichkeiten des Winkels. Aber das war heute das erste Mal, dass er einen Winkel vollkommen selbständig bearbeitet hat.

Das nächste Mal werde ich nun einen Winkel in eine andere Richtung legen. Erst wenn die Winkel wirklich sitzen gehen wir dann auf die Gegenstände über...

 

13.12.08 Wunderbar

Die erste Übung nach so langer Zeit - es war herrlich. Unser Wiedereinstieg bei der Hundestaffel brachte es nun mit sich, dass das Zwergerl bei Minusgraden, eingepackt wie ein Michelin-Männchen im Zwiebellook im Schnee lag und sich suchen ließ. Man muß sich das so vorstellen: man liegt im Dreck, im Schnee oder einfach nur im Wald, hält sich ganz still, dann kommt ein Hund, sabbert und sprotzt einen von oben bis unten voll und dann springt man hoch und freut sich wie ein Schnitzel mit dem Hund, der endlich sein Lieblingsspielzeug gefunden hat. Wer nicht weiß was Glück ist, dem kann ich nur empfehlen, dies einmal auszuprobieren. Es war herrlich.

Und Luca? - Er durfte Fährten. Die ersten Fährten im Schnee. Das haben wir noch nie gemacht. Einmal im Hellen, einmal, als es schon dunkel war. Und was soll ich sagen: er hat gefährtet wie ein junger Gott und jeden, wirklich jeden Tritt sauber ausgearbeitet. Die Leckerchen hat er meist liegenlassen und am Rückweg eingesammelt.

Naja, für Personen, die nicht wissen, was da so vor sich geht, sieht das Ganze wohl schon seltsam aus. Wohl deswegen entschließen sich Spaziergänger vorsichtshalber mal zu Grüßen. Würde ich auch machen, wenn eine völlig eingemummelte Gestalt auf mich zukommt, die eine Stirnlampe auf dem Kopf trägt, in einer Hand eine künstliche, große Blume (Fährtenabgangsmarkierung) in der Hand hält und mit Zeltheringen (Winkelmarkierungen) bewaffnet ist. :-)

Es war ein schöner Tag!!!

 

11.12.08 Wieder dabei

Es gibt Neuigkeiten aus Zwergerlhausen. Einige, die hier eifrig mitlesen, wissen ja, dass Luca drei Jahre zum Rettungshund ausgebildet wurde, bevor wir aus verschiedenen Gründen die Staffel verlassen haben. Nun hat es sich ergeben, dass wir wieder einer Rettungshundestaffel beitreten. Allerdings wird Luca nicht mehr als Rettungshund gearbeitet werden, sondern er bleibt ein Fährtenhund. Die Fährteneinheiten wird es also über die Staffel und über den Verein absolvieren, die Unterordnung ebenso, zudem wird er aber wieder Gelegenheit zu ausgeprägte Hundeturnen - sprich Gerätearbeit - haben. Wir freuen uns riesig, wieder dabei zu sein!!! Ich, weil ich nun die ganze Ausbildung, die so eine Staffel mit sich bringt wieder nutzen kann und so viele liebe Menschen wiedersehe, Luca weil er endlich seinen allerbesten Kumpel auf der Welt wieder regelmäßig treffen kann - den Pollo!

 

 

5.11.08 Leider

habe ich mein Auto noch immer nicht wieder. So muß das Training denn nun warten und warten.

 

20.9.08 Felder haben Furchen

Die Trainingseinheit heute, nach unserem langen Urlaub, war insofern eine besondere Herausforderung, da das Feld abgeerntet und mit Furchen übersäht war. Luca hat es gut gemacht, er hat die Furchen, die an sich sehr starke Geruchsträger sind, ignoriert und ist auf der Fährte geblieben.

Über den ausgelegten Gegenstand ist er drübergefallen, hat kurz gestutzt und wäre weitergelaufen. Das hat er noch nicht, dass Gegenstand heißt: Hinlegen. Aber das kommt schon noch...

 

2.8.08 Rampensau im Regen

Mal etwas ganz anderes für so eine Hundenase. Denn es regnete nicht schlecht, als wir die Fährte legten. Für die Hundenase bedeutet das, dass sie keine Geruchswolke bekommt, die um den eigentlichen Tritt streut und vom Wind verweht wird. Auch ist der Modergeruch des Grases nicht so ausgeprägt. Im Regen bleibt das alles liegen. Deshalb ist das eine sehr gute Möglichkeit an der Spurtreue des Hundes zu arbeiten. Er hat einfach keinen Grund von dem Tritt abzuweichen. Auch gut, dass ich dabei die Spur sehen kann. Hat aber insgesamt sehr gut geklappt.

Zudem war es das dritte Mal, dass Luca mit Gegenständen gearbeitet hat. So ganz hat er es noch nicht, dass er sich dann hinlegen muß, wenn das Klötzchen da liegt. Aber er zickt nicht rum, weil der Bauch nass wird, das vergißt er beim Fährten vollkommen.

 

19.7.08 Hohes Gras...

...hat es in sich, zumindest für Luca. Er konzentriert sich so stark auf die Fährte, dass er bei jedem Grashalm, der ihn am Bauch berührt, erschrickt und wie ein Geißbock hochhüpft. Wenn dann noch wie gestern die guten Leckerbissen auf der Fährte von Ameisen bewacht werden, die einem in die Nase zwicken, sobald man es nehmen möchte, dann findet er das alles ziemlich blöd. Und so kann man zwar sagen, er hat schön gearbeitet und kam auch am Ende bei seinem Jackpot an, aber so richtig gefetzt hat es nicht. Na, beim nächsten Mal nehmen wir wieder niedriges Gras.

 

5.7.08 - Welpen

Leider fiel das Fährten heute aus. Aber aus einem sehr guten Grund: Toni, unser Ausbilder, hat Familienzuwachs bekommen. Zwei kleine Schäferhundwonneproppen, die von der Mama liebevoll umsorgt werden.

Herzlichen Glückwunsch, Toni!!!

 

27.06.08 Fährten - Thank you for the Klötzchen :-)

Dieses Mal war Luca der Fährtenkönig. Dieses Mal war er derjenige, der wunderschön gearbeitet hat. Normalerweise tändelt er sehr stark auf der Fährte, ist nicht sehr genau. Doch dieses Mal blieb er ziemlich exakt auf der Spur.

Der Grund dafür könnte sein, dass ich die Schrittlänge nochmal reduziert habe. Normalerweise halte ich mich an die Regel, dass die Schrittlänge normal sein sollte und man nicht stampfen sollte. Gestampft habe ich auch nicht, aber die Schrittlänge dahingehend verkürzt, dass die Schritte relativ genau aneinander angeschlossen haben. Anscheinend ist das für ihn leichter. Ist ja auch verständlich: nehme ich eine normale Schrittlänge, habe ich dazwischen einen halben Meter, auf dem es nichts zu lesen gibt. In diesem halben Meter tändelt er. Läßt man ihn schnell laufen, dann merkt man sehr schnell, dass er den Kopf hin und her wiegt. Soll er aber langsam arbeiten, dann fällt ihm in der Lücke alles auf, was einem nur auffallen kann.

Zum anderen haben wir angefangen, Gegenstände auszulegen. Vier Stück hat er bekommen. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Marco, der sich hingestellt hat und viele sehr wertvolle Klötzchen produziert hat. So viele, dass Luca und ich eine ganze Menge an unsere Fährtengruppe abgeben konnten. Und nun besitzen wir alle wunderschöne Eschenholzklötzchen.

Verstanden hat Luca das noch nicht, was das mit den Gegenständen soll, das war deutlich zu sehen. Vielleicht entkoppel ich diesen Lernschritt.

 

21.6.08 Fährten

Dieses Mal war es mal wieder ein U. Eigentlich wollten wir heute mit den Gegenständen anfangen, aber das Gras war sehr hoch. Das hohe Gras war eine neue Herausforderung, die Luca ganz gut gemeistert hat. Allerdings klebt die Nase noch nicht am Boden, sondern schweift quer über das ganze Areal. Aber daran arbeiten wir.

 

15.6.08 Unterordnung

Ausnahmsweise mal eine Gruppenunterordnung, weil alle Ausbilder auf einem Tournier waren. Eine schöne Einheit.

 

7.6.08 Fährte

Nachdem nun die Fährtenarbeit unter Anleitung eines Ausbilders ein paar Mal ausfallen mußte, weil das Gras einfach viel zu hoch stand, haben wir heute morgen endlich eine Wiese gefunden, die tauglich war. Dass es bei dem strömenden Regen eine klare Bodenfährte ohne Verwehungen gibt, machte den Hunden sogar ganz besonderen Spaß.

Lucas Fährte wurde heute zu seiner Begeisterung mit den Resten der Grillwürstchen von gestern ausgestattet. Also eine sehr leckere Fährte. Im Jackpot am Ende gab es dann Nudelsalat - auch sehr lecker. Naja, die Essiggurken darin waren nicht so seines, aber weil es Belohnung war, frißt man die halt auch mit.

Aufgrund der anderen Bodenbeschaffenheit legten wir heute nur einen rechten Winkel in 90°, die Suchstrecke hatte ungefähr 60 Meter. Luca fährtete so konzentriert, dass er wie eine junge Katze mit allen Vieren gleichzeitig in die Höhe hüpfte, als ihn die Winkelmarkierung am Bauch kitzelte. Er schnupperte den Zelthering, den ich zur Markierung verwendete, an, als wäre es ein Ungeheuer, das ihn gleich frißt. Schön war zu sehen, wie sein Kopf von Schritt zu Schritt mitpendelte und meine Fußtritte auslotete. Eine sehr gute Arbeit heute.

 

3.5.08 Fährte

Mann, heute konnten wir ja richtig ausschlafen und mußten erst um halb acht in Neubiberg sein.

Luca bekam wieder ein U. Ein großes U. Bis auf die kleine Ausnahme, dass einmal der Belohnungshappen direkt neben einem Mäuseloch lag, hat er schön gearbeitet. Die Winkel hat er heute auch selbstständig hinbekommen. Nur einmal mußte ich helfen - der Boden zeigte einen Übergang von Gras auf Kies mit ein bisserl Gras. Aber er hat seine Sache heute sehr gut gemacht.

 

26.4.08 Fährtenarbeit

Heute gab eine eine große Fährte - ein U mit den Ausmessern 35m x 10m x35m. Schön hat er sie abgearbeitet. Bei den Winkeln mußte ich ihm ein bisschen helfen - das liegt wohl an der langen Liegezeit. Diese Fährte lag eine gute halbe Stunde. Bei kürzeren Liegezeiten schafft er die Winkel problemlos. Nächstes Mal bekommt er mehr Winkel. Und wir fangen wohl auch sehr bald an, die Gegenstände auszulegen. Sobald ich die richtigen bestellt habe.

Das Zeigen, in welche Richtung die Fährte weitergeht, fördert unheimlich die Bindung. Wenn ich neben ihm gehe, ihm helfe, die Leckerchen zu finden, ihn insgesamt begleite, ist er ganz ruhig. Falle ich aber zwei Schritte zurück, wird er hektisch. Nun, anscheinend braucht er die Hilfe einfach noch.

Nur die Leckerchen müssen wir ändern: wir nahmen jetzt seine klitzekleinen Lieblingskrockies. Also die, von denen er 30 auf einmal schlucken kann und es normalerweise auch tut - Lachs-Ente. Beim Fährten jedoch kaut er ein einziges zwei bis dreimal und fährtet weiter, aber das kauen stoppt ihn kurz. Nun gibt es Würstchen, die rutschen besser.

 

16.4.08 Und wieder "Nah"

Noch immer üben wir "Nah". Nicht jeden Tag, aber so jeden Zweiten. Gestern startete ich ein Experiment: ich gab ihm das Kommando "Fuß" und ging los. Luca wie immer neben mir schlapfend dahin. Dann kam das "Nah" - er rückte sichtbar an mich ran. Aber nah ist ganz schön schwer, es ist gar nicht so einfach, den Körperkontakt zu halten. Immer wieder klatscht sein Kinn an mein Bein. Da braucht es dann schon ein paar Leckerchen, um ihn bei Laune zu halten. Aber insgesamt ein schöner Fortschritt. Heute gehe ich wieder einen Schritt zurück und mache das "Nah" ganz langsam, damit sich die richtige Position festigt.

 

9.4.08 "Nah"

Heute haben wir mit "Nah" weitergemacht. Diesmal mit dem Klicker, damit die Belohnung punktgenau erfolgen kann. Zuerst im stehen - KLICK wenn die Schulter mein Knie berührt hat. Kein Klick, wenn er hochspringt.

Dann sind wir schon zwei, drei Schritte gegangen, seine Schulter an meinem Bein, sein Kopf auf meinem Oberschenkel. Langsam natürlich, diese Bewegung muß er erst koordinieren.

Sehr schön!

 

6.4./8.4.08 Unterordnung mit Voranschicken

Wieder was gelernt - Leinengeruckel (kein Ruck!) hilft bei Luca nur dann, wenn er keinen Bock hat oder sehr unkonzentriert ist. Aber wenn er eigentlich Lust hat, dann fällt bei ihm die Motivation echt in den Keller.

Ein Problem löst sich in der normalen Unterordnung nicht wirklich: das "Fuß" sieht immer noch aus wie Gassigehen. Er latscht neben mir her, kuckt schon, aber hat das Kunststück nicht wirklich verstanden. Also hier brauchen wir einen neuen Ansatz, vor allem, weil bei ihm der Wechsel zwischen kucken und wegkucken so schnell geht, dass ich meistens nicht punktgenau belohnen kann, so dass er mal eine Chance hätte, es zu verstehen. Hab heute angefangen, das Kommando "Nah" einzubauen. Es soll bedeuten, dass er mit der Schulter mein Knie berührt. In Zukunft soll dann das "Fuß" mit dem Kommando zusammengelegt werden, so lange, bis Fuß immer nah ist.

Der Ansatz für das "Nah" war heute so, dass ich sage "nah" und ihn dann mit dem Knie an der Schulter berühre. Das haben wir fünf Minuten lang gemacht als wir auf die Tram gewartet haben. Zuerst war es ihm unangenehm, als ich ihm so auf die Pelle gerückt bin. Sonst haben wir das nur im Spiel oder beim Kuscheln und da ist es definiert. War bestimmt für die Umstehenden nicht ganz verständlich, weshalb eine halbwegs vernünftige Frau in Jubelrufe verfällt, wenn man unkoordiniert aneinander prallt. :-))

In der Mittagspause draußen hat er dann schon angefangen, die Schulter ganz schnell und ganz kurz von selbst an mich ranzudrücken. Klasse! Man muß ihn nur bremsen, wenn er zu übermütig wird und erstmal hochhüpft,  um dann seine Breitseite mit Schwung an mich zu schmeißen. Es hat ihm Riesenspaß gemacht.

Das Voranschicken haben wir letztens auf dem Hundeplatz aufgebaut. Erst einen Dummy weggetragen, Hund losgeschickt. Prima! ABER: ich hatte den Verdacht, dass Luca, wenn er es nicht sieht, wohin der Dummy getragen wird, keine Ahnung hat, dass er gerade nach vorne laufen soll. Und voila, exakt so war es. Er kann links und rechts hingeschickt werden, aber nicht geradeaus. Er fängt sofort an zu kreiseln und den Dummy über Hochwind zu suchen. Und so sind wir drei Schritte zurück und noch einmal auf Sicht gegangen. Und das wird jetzt Stück für Stück systematisch aufgebaut.

 

31.3./1.4.08 Unterordnung "Hier", "Fuß" und "Slalom"

Immer wenn ich arbeiten muß, dann nutzen Luca und ich die Mittagspause für eine kleine Unterordnung oder ein paar Geschicklichkeitsspiele. Gestern und heute waren das saubere Vorsitzen bei "Hier" und das saubere "Fuß" angesagt. Für das "Hier" benutze ich sehr gerne die Fahrradständer, die so an der Straße rumstehen. Luca paßt genau dazwischen und kann nicht den Po nach links oder rechts drehen. Er muß gerade sitzen. Und das ist sehr gut, denn daß er bei "Hier" sehr nah sitzen soll, dass weiß er. Leider sitzt er dann aber auch schief, weil es schief eben näher geht. Korrigiere ich ihn aber, dann wird er immer näher und damit auch schiefer. Ein paar Mal hat es heute dann schon frei geklappt - er sitzt nah und korrigiert sich selbst zum gerade sitzen. Sehr gut und ein schöner Erfolg.

Beim Fußgehen wurde die Anzahl der Schritte weiter ausgebaut. Hat auch gut geklappt.

Und zur Abwechslung, damit ihm das nicht zu langweilig wird nutzen wir dann ein paar Stangen zum Slalomlaufen - das hat er irgendwann von selber kapiert.

 

25.3.08 Unterordnung

Eine kleine Einheit auf dem Spaziergang. Zuerst ein bisserl Fußgehen, dann Generalisierung der Kommandos "Hier" und "Fuß". Das "Hier" wurde generalisiert, indem ich mich undefinierbar vom Hund weggedreht habe und er wieder vorsitzen solle. Das "Fuß" wurde generalisiert, indem ich mal in Hocke ging und mal ein Bein anzog. So langsam setzt sich hier etwas in meinem Hund - er fängt an Nuancen zu korrigieren.

Und das Fuß gehen selber funktionierte recht gut. Allerdings habe ich wegen der hohen Ablenkung rundum mit Leckerchen gearbeitet.

 

22.3.08 Fährteneinheit

Gestern fiel das Fährten im Verein aus, also mußte der gute alte Olympiapark herhalten. Eine saubere Fährte von 30 Metern, kleine Schritte, jeden zweiten bis fünften Schritt ein Leckerchen. 10 Minuten liegenlassen, etwas kurz, aber die Krähen haben schon angefangen, die  Fährte aufzuessen.

Nach 20 Metern ein rechter Winkel.

Luca hat die Fährte sehr sauber abgearbeitet mit meiner Unterstützung, sehr viel Lob und beruhigende Worte, so lange bis er Schritt für Schritt die Spur abklapperte. Beim Winkel ist er kurz über das Ziel hinausgeschossen und wurde auch gleich hektisch. Ich hab ihm geholfen und er war offensichtlich sehr beruhigt, dass er nichts falsch gemacht hat, sondern wir das zusammen gemacht haben.

Eine sehr schöne Einheit.

 

16.3.08 Unterordnung

...fand heute leider nur in Park statt. Ein bisserl Fuß, ein bisserl rechts und links. So langsam läuft er schon ziemlich exakt neben mir und korrigiert seine schiefes Fuß - Gesitze selbst sehr elegant mit kleinen Povariationen.

 

15.3.08 Fährteneinheit

Das war irgendwie komisch. Luca bekam eine lange Fährte - eine Treppe mit vielen Stufen. Alle 25 Schritte folgte eine Stufe. Ich setze Luca auf die Fährte an und er geht los. Und dann: aus. Er steht da und weiß nicht, was er noch machen soll. Er steht nur da. Keine Ablenkung, kein Jagen, keine Arbeitsverweigerungshaltung. Nur nichts. Leider konnte Frauchen ihm nicht helfen, weil das Frauchen, ganz schlampig, ihm nicht sagen konnte, an welcher Stelle auf dem Feld der Winkel lag. Die Stricknadeln für die Markierung lagen sicher im Auto. Zuerst wollte er, als er die Fährte verloren hat auf seine Man-Trailing-Künste zurückgreifen - und über Hochwind hatte er auch sofort die richtige Richtung. Aber, nein, das wollten wir nicht.

Er bekam eine zweite Fährte: eine Gerade zum Abschnuppern. Diese haben wir dann sehr sauber abgearbeitet. Einmal schwankte er aus der Fährte raus - vermutlich war durch die Windverwehung mein Menschengeruch dort intensiver als der Geruch der Bodenverletzungen. Am Ende waren wir dann alle sehr zufrieden: der Hund, der Ausbilder und ich.

Wir werden jetzt ganz stark an der Sauberkeit der Basis arbeiten - kleine Schritte, Schritt für Schritt, langsam abarbeiten und keine Leckerchen auslassen.

 

9.3.08 Unterordnung - BH Prüfungsvorbereitung

Jeder Hund sollte in seinem Leben wenigstens einmal eine BH (Begleithundeprüfung) gelaufen sein. Zeigen soll der Hund hier den Grundgehorsam. 10 Minuten ablegen, 50 Schritte Fuß, linke und rechte Winkel, Tempiwechsel, Sitz und Platz aus der Bewegung werden hier verlangt.

 

Tempiwechsel macht Luca sehr gut, auch das Sitz aus der Bewegung. Das Platz aus der Bewegung ist noch recht abhängig von der Bodenbeschaffenheit. Er mag keinen Regen und er friert einfach sehr schnell. Das wirkt sich natürlich auch auf das Ablegen aus.

Gestern haben wir daran gearbeitet, dass er näher "Fuß" geht und die Streckenlänge sich nun langsam auf diese 50 Schritte ausdehnt. Bei ihm ist nach 20 bis 30 Schritten seine Aufmerksamkeit irgendwo anders. Aber immerhin konnten wir in den letzten zwei Wochen von 10 auf 30 Schritte steigern.

Die meiste Arbeit habe ich aber noch vor mir. Luca zielgenau zu belohnen ist ein Kunststück, weil in dem Moment, in dem das Lob einsetzt seine Aufmerksamkeit schon wieder weg sein kann und man dann genau ein unerwünschtes Verhalten belohnt. Auch ist es an mir, die Erwartungshaltung auf Leckerchen höher zu bekommen. Hier muß ich mal sehen, welche Leckerchen ich dafür am besten benutze.

Ein weiterer Punkt, an dem es zu arbeiten gilt, ist das korrekte Sitzen beim "Halt". Er hat sich ein Nachkorrigieren angewöhnt, wobei er gewöhnlich seinen dicken Po gegen meine Wadeln pengt. Ja, sieht hübsch aus, aber ohne explizites Peng gleich richtig zu sitzen, wäre auch eine tolle Sache.

Ansonsten ist er wirklich zuckersüß - wenn er neben mir läuft, dann sieht sein Schatten aus wie Rantanplan mit Plutoeinschlag.

 

8.3. 08 Fährtenarbeit

Wir haben uns jetzt fest der Fährtenarbeit im Polizei- und Sporthundeverein angeschlossen. Das war aber nicht Lucas erste Fährtenarbeit. Bereits vor zwei Jahren begann ich mit ihm zu fährten - unter Anleitung eines Buches. Und das haben wir nicht schlecht gemacht.

Für Luca, den kleinen Hibbel, ist es eine wunderbare Möglichkeit in seiner Arbeit zu versinken- Fährten fördert die Konzentration und bringt viel Ruhe rein.

Damit unser Ausbilder Luca einschätzen kann, bekam er eine Anfängerfährte von ca. 30m gelegt - mit Jackpot am Ende. Die Strecke war eine Gerade, kleine Schritte, viele Leckerchen.

Die Fährte hat Luca mit links sauber abgearbeitet und darf sofort zu den Fortgeschrittenen. Seine Mängel wurden aber auch gleich deutlich sichtbar: er fetzt über die Spur, als wüßte er schon vorher, wo das Ende ist. :-)

 

Um ihn langsamer zu bekommen werden wir jetzt viele Winkel einarbeiten - er wird praktisch Stufen laufen. So sollte er sein Tempo etwas zügeln. Zum anderen werden wir viele Leckerchen auslegen, die er in seinem Drang auf der Fährte vorwärts zu kommen, einfach überläuft und sie dann am Rückweg einsammelt. Ich werde nicht zwei Meter hinter meinem Hund sein, sondern mit ihm gehen und ihn zur Not auf die einzelnen Bröckchen aufmerksam machen.

Als Leckerchen selbst habe ich mich für das normale Trockenfutter entschieden. Wiener oder Käse würde er schon über die ganze Strecke riechen und ich will verhindern, dass er dem Käsegeruch nachläuft und sich zu wenig auf die Bodenverletzungen konzentriert. Am Ende gibt es allerdings dann Pansen oder etwas ähnlich Schmackhaftes.