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Lucas Diary

 

Hier ein Verein, der sehr viel gutes für den Schutz der Retrieverartigen tut - klickt einfach mal rein. Gesucht werden immer gute Pflegestellen, aber auch Mitfahrgelegenheiten sind super.

 

 

 

Ein Tipp vorneweg: Blutzuckermessen beim Hund

Oft habe ich gesehen, dass Leute hier landen, die nicht wissen, wie man beim Hund den Blutzucker misst oder es kommt kein Blut. Hier ein paar Tipps, die ich auf Rat ausprobiert habe. Sprecht aber trotzdem auf jeden Fall mit Eurem Tierarzt:

 

Den Blutzucker misst man im Ohr. Ohr nehmen, wenn nötig rasieren, schauen wo gute Adern entlanglaufen, mit der Piekspistole in eine dünne Stelle einschießen und dann das Blut auf dem Messblättchen abnehmen. Dann mit einer Kompresse an der Stelle fest drücken, damit sich kein Bluterguss bildet, sonst kann ich dort nicht mehr messen.

 

Wenn kein Blut kommt?

Das passiert! Denn Blut kommt auch bei meinem nur dann, wenn der Kreislauf super läuft und der ganze Hund gut durchblutet ist. Bei kalten Ohren braucht man es so gar nicht versuchen.

Aber: ist es nicht so dringend, dann spielt ordentlich mit dem Hund, damit er besser durchblutet ist. Sind die Ohren warm, kommt auch Blut.

Ist es dringend, dann geht das natürlich nicht. Denn ich kann mit einem Hund, der im Unterzucker ist, nicht auch noch wild spielen. Aber es gibt in der Apotheke Alkoholpads - das Ohr einfach an der Stelle einstreichen, die Blutgerinnung findet nicht statt und es läuft nach. Hat man die nötige Menge, nimmt man das Blut auf den Stick und wischt dann den Alkohol ab, damit die Blutgerinnung wieder funktioniert. Oft hilft es auch, das Ohr zu schütteln und durchzumassieren, bis es warm wird.

 

13.5. 10 Fussi - Bär

Nun hat er es mal wieder geschafft, sich den Ballen aufzuschneiden. Dieses Mal kam wenig Blut, so dass mir nur auffiel, dass er sehr vorsichtig auftritt. Als ich nachschaute, ob er sich etwas eingetreten hat sah ich die Bescherung. Der Hauptballen einmal quer offen. Da er sich wohl nur die Hornschicht durchtrennt hat, hat es eben kaum geblutet. Der Ballen sieht auch nicht aufgeschnitten aus, sondern eher aufgeplatzt. Da ich gerade noch im Wald stand leistete ich zusammen mit Staffelkollegen eine erste Hilfe und versuchte dann unsere TA zu erreichen. Aber es war eben Sonntag und Muttertag dazu. Also erstmal heim, denn in die Klinik wollte ich nicht unbedingt fahren. Schließlich fand ich in der Nähe eine TA, die auf Chirurgie ausgerichtet ist und Notdienst hatte. Und dann kam es: das muss genäht werden!! Zum Klammern zu spät, die Wundränder müssen bereinigt werden. Also Vollnarkose. Zum Glück glaubte sie mir, dass mein Hund in der Narkose atemdepressiv reagiert und hatte ihn intubiert. Tatsächlich hat er aufgehört zu atmen, obwohl es nur ein Narkose für einen 20kg Hund war. Es waren 10 Stiche nötig, um die Wunde an der Pfote sauber zu schließen.

Aber ich bin froh, dass ich mich so penetrant durchgesetzt habe und mein Hund beatmet werden konnte. Jetzt muss der Fuß noch heilen, aber beim ersten Verbandwechsel konnte er den Fuß schon wieder vollständig belasten. Und jetzt ist er halt mein Fussi Bär. Hoffentlich heilt alles gut ab.

 

5.4.10 Umstellung auf BARF

Es gibt viele Möglichkeiten, BARF zu übersetzen - ich nehme jetzt mal die deutsche gängige Übersetzung: biologisch artgerechte Rohfütterung. Der Hund bekommt alles roh, das Fleisch, das Gemüse, das Obst. Manche Dinge muss man blachieren, damit sie verträglich werden, andere Dinge, wie Kartoffeln muss man kochen, aber im Großen und Ganzen ist der Rest roh. Warum?

Nun, bisher bekam Luca in der Hauptsache Trockenfutter. Allerdings hatten wir damit so unsere liebe Not. Wir haben sehr viele verschiedene Futterfirmen ausprobiert, letztlich wirklich vertragen hat er nur Josera. Das waren aber bei Leibe alles nur sehr gute Futterfirmen. Die Abstände, in denen er das Futter nicht mehr vertragen hat wurden dabei immer kürzer und kürzer. Dann begann es mit Bauchweh, Blähbauch, enormen Kotmengen - manchmal waren die Bauchschmerzen so schlimm, dass er sich zu mir hingelegt hat und sich eine Bauchmassage abholte. Morgens krachte der Bauch so laut, dass ich es zwei Zimmer weiter noch hören konnte: also alles in allem kein guter Zustand. Hinzu kommt noch, dass Luca keinen Weizen verträgt und einen recht niedrigen Blutzuckerspiegel hat. Das alles macht es äußerst schwierig, ein geeignetes Futter zu finden. Die große Frage war: wie lange verträgt er Trockenfutter überhaupt noch? Fertigfutter ist meistens total gestrichen, weil nie klar ist, wie viel und welches Getreide überhaupt drin ist. Wir brauchten also eine Lösung...

Zufällig stellten Freunde von mir, die auch ein Labbi mit gleicher Problematik haben, auf BARF um. Sonst wäre ich wahrscheinlich gar nicht auf die Idee gekommen, es auszuprobieren. Denn ich war bis dahin kein Freund vom Barfen. Das hatte mit zwei Dingen zu tun: erstens fand ich es einen riesigen Aufwand, Rohfutter zu besorgen und dann einzufrieren, zweitens wurde Lu gebarft, als ich ihn holte und in der ersten Nacht kotzte er vor Aufregung einen ganzen grünen Pansen - es stank bestialisch. Also nichts für mich. Aber es geht auch anders, wie ich nun gelernt habe.

Als er nun letzte Woche wieder so Bauchweh hatte - und das schon morgens - mußte ich mir was einfallen lassen: auf keinen Fall das ganze Futter, lieber Schonkost, aber so, dass er Kohlenhydrate bekommt wegen dem Zuckerspiegel. Also gab es Reis mit Quark und Banane und das Bäuchlein beruhigte sich.

Aber dann fiel mir etwas ein: vor einigen Monaten hatte er ja 7 Paar Weißwürste gestohlen und gefressen. Ich konnte ihn drei Tage nicht füttern, habe aber immer seinen Blutzucker gemessen, falls er zu weit runterrutscht. Aber er rutschte nicht ab, im Gegenteil, die Werte waren hervorragend und das über drei Tage!! Anscheinend hatten die rohen Würste etwas drin, was meinen Hund stabilisierte.

Okay, dann probieren wir nun BARF. Zum Glück ist das Internet voll damit, so dass ich sofort beginnen konnte. Ich begann mich zwei Tage lang gründlich einzulesen. Zwar hatte ich noch nicht alles hier, was Hund so braucht, aber rohe Hühnerleber und Putenschnitzel oder Ringerhack bekommt man im Supermarkt. Und so fing ich an: mit Thunfisch aus der Dose, Hühnerleber, Obst und Gemüse. Ich fing an, Gemüse zu pürieren. Uns siehe da: so groß ist der Aufwand nicht, denn man steht ja nicht täglich in der Küche und kocht für den Hund. Ich richte nur andere Zutaten zusammen.

Natürlich mußte ich den Blutzucker messen, sein Roggenvollkornbrot hatte ich sicherheitshalber immer dabei, ebenso wie Traubenzucker. Aber siehe da: nach 200 g roher Leber mit Blut stand Lu so gut im Zucker wie nie zuvor. Solche Werte hatte er sonst kurz nach dem Fressen von Traubenzucker, aber niemals nach mehreren Stunden. Zudem ist er ruhig, sehr entspannt, total gelassen, zum ersten Mal geht er auch einfach nur mal spazieren, ohne laufend zu jagen (denn auch wenn er bei mir ist, war Lu eigentlich ständig Jagen, bei jedem Schritt). So kenne ich ihn gar nicht. Er hat keine Blähungen, der Stuhl ist normal, aber wenig, die Knochenanteile verträgt er gut (habe drei ganze Brathähnchen durch den Wolf gedreht). Bis jetzt sieht alles super aus, sein Fell glänzt, er hat unglaublich entwässert, der dicke Bauch ist verschwunden, er zittert nicht mehr nach dem Laufen... also wenn es so weitergeht, dann bin ich sehr zufrieden und werde die Entscheidung nicht bereuen.

Lustig war noch, dass Lu an einem Tag einen vollständigen Hähnchenschenkel bekommen hat. Erst nagte er die Haut runter, aber dann... er lief durch die Wohnung, winselte, konnte mit diesem Essen nichts anfangen. Den Weg ins Schlafzimmer habe ich ihm versperrt - es muss ja nicht überall gebarft werden. Genauso wie Lu nie in Wiener beißt, weil die weich sind, wußte er nicht, wie er dieses Hühnerbein essen soll. So verzweifelt hab ich ihn noch nie gesehen. Als ich ihm helfen wollte und ihm das Essen in die Küche tragen, damit er in Ruhe fressen kann, zog er mit aller Kraft an dem Schenkel, mit einem flehenden Gesichtsausdruck - BITTE NICHT WEGNEHMEN, ich will doch, ich weiß nur nicht wie!!!! Aber dann probierte er es einfach mal mit reinbeißen. Es krachte ein paar Mal (die Knochen) und dann war das Bein verschwunden. Nur war mir jetzt mulmig, denn so ein Knochen..... also Sauerkraut hinterher. Aber es ist alles sehr gut gegangen.

 

9.2.10 Nackedei

Luca und seine Häschen *seufz*. Wir haben sehr lange an dem Jagdtrieb gearbeitet und haben es ja auch wirklich so gut in den Griff bekommen, dass er im Wald bei mir bleibt. Im Olypark darf er dagegen nach Herzenslust alle Hasenlöcher abchecken und Häschenzählung betreiben. Da ich seine Routen kenne, weiß  ich auch immer wo er sich gerade herumtreibt. Man muss hier aber dazu sagen: er ist nie weit weg, ist abrufbar und läuft einfach nur parallel im Gebüsch mit. Ist einfach toll geworden. Bis auf eine Ausnahme: wenn Luca einen Hundekumpel dabei hat, dann dreht er auf, weil er seinen Freunden ja alle Löcher zeigen muss, die er so entdeckt hat.

So startete Lu dann letzte Woche eine intensive Einweisung seines Hundekumpels in die Häscheninfrastruktur des Olyparks. Er kam nicht wieder und ab einem bestimmten Moment weiß ich dann: Zeitpunkt zum Zurückkommen ist überschritten, jetzt muss ich kucken, wo er ist, weil er mich wahrscheinlich verloren hat oder etwas passiert ist. So war es auch. Mein Hund stand nackig, ohne Halsband, auf der Anhöhe und schaute, wo ich bin. Mein erster Gedanke: da ist jetzt was passiert. Er kam sofort angesaust mit einem gewissen verzweifelten Ausdruck im Gesicht.

Oh, diesen Gesichtsausdruck kenne ich gut. Denn, auch wenn es blöd klingt, Luca ist sehr pingelig mit seinen Klamotten. Als eine Hündin im Kindergarten seinen Anorak kaputtgemacht hat, kam er sofort zur "Kindergärtnerin" und zeigte ihr die Bescherung. Seine Mine ist dabei eindeutig: "die hat kaputt gemacht". So ist es auch mit anderen Dingen. Egal ob Kindergartentasche, bei der er schaut, ob alles drin ist, oder seine Leine, die er ganz genau kennt und auf die er beim Spazierengehen besteht - seine Klamotten sind ihm wichtig. Er ist halt ein Chauvi. Allerdings macht er das auch, wenn er etwas vom Tisch gewedelt hat - zum Beispiel die Fernbedienung der Stereoanlage. Sofort habt er es auf, gibt es mir in die Hand und sein Gesicht sagt: ohoh, kaputtgemacht. Da ist er wirklich herzig. Keine Ahnung, warum das so ist - ich habe ihn nie geschimpft, weil er wirklich selten etwas kauputtmacht.

Sein Halsband war schnell gefunden. Es lag im Hasenbau, dort ist er wohl hängen geblieben. Meine Güte, war der froh, als er es wieder anhatte.

 

 

9.1.10 Und wieder zwei Anfälle,

einer am 6. und einer gestern, auch wenn der gestern sehr milde war. Aber der am 6. war so mit der Schwerste, den er je hatte. Vielleicht habe ich die Dosis etwas zu früh reduziert. Nun bekommt er erstmal mehr Tablette und wenn die Wettergefahr vorüber ist, gehen wir wieder runter.

Gestern war er dann ziemlich erschöpft und taumelte mit glasigem Blick...

 

 

 

und das, wo er doch sonst so lustig ist

 

 

Hoffentlich haben wir diese Welle nun hinter uns...

 

 

 

3.1.2010 Lange war es ruhig...

Luca genießt sein Leben und hat auch eine ganze Menge Spaß. Leider war es einen Tag vor Weihnachten wieder so weit: ein leichter Krampfanfall zeigte sich mit dem Wetterumschwung. Anscheinend reagiert er, wenn sich ein Hoch anbahnt. Gut, dass ich das ganze Jahr alles peinlich genau dokumentiert habe.  Wir haben gleich die Tabletten vorübergehend etwas raufgesetzt. Bisher kam kein großer Anfall hinterher und ich hoffe, wir haben diese Hürde nun umschifft. Jetzt gehe ich langsam wieder etwas runter mit der Dosis. Er hat so lange nun gut mit der alten Dosis leben können, da will ich auf jeden Fall versuchen ihm so wenig Tabletten wie möglich zu geben. Luminal ist ja kein Hustenbonbon. Die letzten Tage schien er mir wieder etwas klarer zu sein. Natürlich war er sehr müde.

Aber sonst ist er lustig und spielt für sein Leben gerne mit seinem Weihnachtshund - ein Plüschtier in Kaninchengröße mit Quietschie drin und Weihnachtsmütze auf dem Kopf.

Ein Highlight war wieder einmal Sylvester. Ich habe ihn mitgenommen in den Olympiapark. Natürlich maulen viele rum, wie man das einem Hund nur antun kann. Das arme Tier hat ja solche Angst. Klar, ein ängstlicher Hund steht da mit hoch erhobener Rute, schwanzelt und spechtet jedem Hasen hinterher, der aus dem Gebüsch flitzt.

Menschen sind manchmal schon seltsam - dass die Wildtiere im Park tatsächlich Angst haben und vor Panik oft nicht mehr wissen, wohin sie rennen sollen, das stört niemanden und hält auch keinen davon ab, seine Raketen hochzujagen. Auch kleine Kinder, die ja bei Mami auf dem Arm sitzen sind in Ordnung. Aber Hunde nicht, weil automatisch in den Köpfen der Leute jeder Hund Angst hat.

 

17.9.09 Urlaub in Italien und Klammern in der Flanke

Unsere kleine Urlaubsreise hat Luca sehr gut überstanden. Zunächst hatte ich ja etwas Bedenken, ob die Klimaveränderung einen neuerlichen Anfall auslösen kann, aber er kam mit dem sommerlich warmen Strandbedingungen wunderbar zurecht. Bis auf den ersten Tag, an dem er so viel Salzwasser geschluckt hat, dass er so richtig Bauchweh hatte und mich fünf Mal aus dem Bett geholt hat, hatten wir dann nur noch kleinere Zwischenfälle. Zweimal wurde er von einer Wespe ins Maul gestochen - zum Glück in den Gaumen, einmal bewahrte ich ihn gerade noch rechzeitig davor, sich den Skorpion noch näher anzuschauen. Es ist wirklich unglaublich - er merkt anscheinend, dass er so ein Insekt noch nie zuvor gesehen hat. Das beeindruckt mich dann schon immer wieder. Seine Jagdleidenschaft konnte er auch zu Genüge befriedigen - zwar gibt es dort keine Mäuschen, aber Eidechsen und die sind fast genauso gut wie Mäuschen :-))

Erst am Tag nach dem Urlaub zog er sich dann wirklich eine Verletzung zu - allerdings konnte er nicht einmal etwas dafür. Im Kindergarten haben zwei Hunde so wild gespielt, dass sie an ihn gestoßen sind und ihm die Hinterbeine wegzogen. Dummerweise knallte er mit dem Po genau auf die Hündin, die ihn dann getackert hat. Mitten rein in den Hautlappen an der Flanke. Nun trägt er wieder einen Lampenschirm und hat acht Klammern drin. Klar, dass man so nicht so doll laufen darf und an der Leine gehen muß. Das fand er nun doch ziemlich doof nach der vollkommenen Freiheit am Strand, wo er tun und lassen konnte, was er wollte und weit mir Frauchen aufs Meer schwimmen.

Na, in acht Tagen kommen die Klammern raus - dann kann er auch wieder die große Häschenzählung vorantreiben.

 

28.7.09 Lecker

So!!! Und jetzt kommt wieder eine typische Luca Geschichte - ich könnte ihn erwürgen!!
Gestern hol ich den Herrn Hund aus dem Kindergarten ab - und wundere mich sehr, denn das ist kein Hund, der sich da freut, sonder eher ein zeppelinartiges Gebilde mit Schwanz. Als seine Hundekindergärtnerin dann noch sagt: Du ich muß Dir was sagen schwant mir Böses. "Luca hat ein paar Weißwürste gestohlen" - ein Blick auf meinen Hund sagt mir, dass "ein paar" eindeutig untertrieben sind.
"Was heißt ein paar?"
"Na es waren an sich 30 Paar in der Schachtel und 18 habe ich noch. Zwei habe ich ihm aus dem Maul geholt. Und Taja hat auch mitgefressen - also so irgendwas zwischen 5 und 7 Paar werden es wohl gewesen sein!!!" Das erklärt natürlich das Zeppelin. Unglaublich, vom Brustkorb ab bis zwischen die Hinterbeine eine gerade Linie!!! 7cm mehr Umfang um den Brustkorb!!! Leider, so dachte ich, war es zu spät um noch zum Tierarzt zu fahren und - mal wieder, wie auch beim Gummischwein und beim Federmäppchen - die berühmte Brechspritze zu setzen. (War es nicht, denn heute morgen sind ein paar der Weißwürste unverdaut in meinem Auto gelandet)
Nur - Weißwürste sind zwar herrlich fettig und ziemlich eiweißhaltig - aber Kohlenhydrate sind da keine drin. Wir haben eine super Nacht hinter uns, weil ich nun seit gestern mit Traubenzucker versucht habe,  den Zucker nicht sinken zu lassen. Aber den wollte er auch nicht mehr essen. Keine Melone - nix. Ihm war einfach nur schlecht. Ehrlich gesagt war ich bis heute abend auf Lu sehr böse, aber auch auf den Kindergarten - wie zum Kuckuck kann man so viele Weißwürste im Garten vergessen. Aber dann - es wäre nicht Luca, wenn es nicht anders gelaufen wäre: er hat den Reißverschluß der Kühltasche aufgemacht, dann den Karton aufgerissen und dann die Verschweißfolie. Danach hat er mit Taja geteilt. Typisch Mann eben, ein echter Filou!
Vorhin hat er nun eine kleine Mahlzeit bekommen - etwas Reis mit etwas Gemüse. Als eine Freundin ihn vorhin sah, sagte sie: meine Güte, ist der dick. Ich: das ist nur die Hälfte von dem, was er gestern war... Sie: OH!!

 

27.08.09 Zucker

Lange habe ich nichts geschrieben, weil es nichts zu schreiben gab. Luca hat immer noch einen guten Lauf. Eigentlich wollte ich ihn ja in die Klinik bringen, aber da ich sehr viel Streß hatte und er einen guten Lauf, wollte ich ihn nicht überstrapazieren. Da er nicht alleine bleiben kann und jeden Tag in seinen Kindergarten gehen muß ist es für ihn auch so stressig genug. Nun habe ich bald etwas mehr Zeit und werde die weiteren Schritte überlegen.

Etwas ruhiger bin ich, seit mir meine Tierärztin gesagt hat, dass sie nicht mehr so recht an ein Insulinom glaubt. Er fällt im nüchternen Zustand nicht tief genug. Seit wir zudem die Epilepsiemedikamente raufgesetzt haben ist er anfallfrei. Allerdings hatte er ein paar Mal einen leichten Tunnelblick und in den Momenten habe ich Zucker genommen. Da war er fast durchwegs ganz gut dagestanden.

Mit dem Meßgeräten bin ich mir nicht ganz sicher. Letztens beim TA hat sie mit ihrem Gerät gemessen: 105. Daraufhin habe ich gemessen: 68 - das ist eine ganz schöne Differenz. Daraufhin kaufte ich ein zweites Gerät: meine beiden Geräte messen identisch. Irgendwas ist hier sehr komisch.

Nun waren die 105 aber eine Stunde nach dem Essen und damit ist es immer noch zu niedrig. Was aber sein kann, ist, dass die Fütterung von Reis, Kartoffeln und Gemüse einfach nicht genug hergibt, weil es eben nur sehr kurze Kohlenhydrate sind, die letztlich schnell verpuffen. Nun bekommt er glutenfreies Brot mit möglichst hohem Vollkornanteil. Mal sehen, wie das dann aussieht. Zudem suche ich nun ein Trockenfutter, das einfach mehr hergibt und kein Hochleistungsfutter ist.

 

27.06.09 Es wird wohl Zeit

Luca hatte nun einen sehr guten Lauf, aber heute ging es ihm nicht so gut. Es ist jetzt wohl die Zeit gekommen ihn in die Klinik zu geben. Seine Zuckerwerte lagen heute bei 68, 62 und jetzt nach einer Gabe Zucker bei 78.

 

18.6.09 Blutzucker

Nun, ich bin ruhiger seit dem Klinikbesuch, weil ich nun gesehen habe, dass er nicht immer sofort umkipppt, wenn die Futterzeit mal um eine Stunde überschritten wird. Wir haben zwar keine weitere Sicherheit, aber in mir macht sich mehr Hoffnung breit, es könnte vielleicht doch nur Epi sein.

Den heutigen Tag und gestrigen Abend habe ich versucht zum Zuckermessen aus meinem Hund irgendwie einen Tropfen Blut rauszuholen. Ohne Erfolg. Er will es nicht hergeben. Vorhin habe ich nun eine neue Stechhilfe gegeben und - zum Glück - endlich hat es mit dem ersten Schuß einen Blutstropfen gegeben. Ich habe gejubelt. Nie hätte ich gedacht, dass ich mich über Blut, das aus meinem Hund läuft, so freuen kann. Nun kann ich den Zucker regelmäßig messen und einfach mal kontrollieren.

Dazu habe ich mich entschieden, dass ich, sollte seine Hochphase anhalten, ich trotzdem bald in die Klinik will und dieses 48 h Zuckerprofil machen lassen werde. Denn mit den fünf Fütterungen hätte ein Insulinom bequem Zeit sich in meinem Hund auszubreiten, ohne dass ich es merken würde. Und dann plötzlich stehe ich am Ende da und merke, dass ich nun acht mal füttern muß und er die Nacht nicht mehr schafft. Das will ich auf jeden Fall verhindern und lieber doppelt absichern.

 

 

16.6.09 In der Klinik

Nun waren wir in der Klinik und Lu blieb unauffällig. Er dachte nicht daran, dass er in den Unterzucker kommen könnte. Die letzte Messung ergab einen Blutwert von 56, was nach 15 Stunden nüchtern völlig okey ist. Wir sind also nicht schlauer als vorher. Neurologisch wurde er von einer ganzen Horde Medizinstudentinnen untersucht - es war ein Albtraum für ihn von fünf Frauen liebevoll gestreichelt und beruhigt zu werden, wenn sie ihn dabei auf den Rücken legen und ihm in die Zehen kneifen. Beim Blutabnehmen hat er seinen Kopf in meinen Haaren versteckt: Mami!!! Und die Oberärztin, die mir erklärt hat, dass das Luminal zu niedrig ist hat er getreten  - ja, ich weiß das ja, aber das haben wir mit Absicht ja so gemacht, dass wir uns ranschleichen. Aber immerhin waren heute wirklich lauter Leute mit ihm beschäftigt, die eben schon viel Erfahrung haben.

Das weitere Vorgehen sieht nun so aus, dass ich abwarten muß, bis er eben einen schlechteren Lauf hat - zur Zeit geht es ihm gut und er ist stabil und lustig. Habe jetzt mit meiner TÄ ausgemacht, dass ich, wenn es ihm schlechter geht, ich ihn für zwei Tage in die Klinik bringe. Dort wird dann mittels einem Gerät, das unter die Haut kommt, der Zucker rund um die Uhr gemessen und abgelesen. Ich kann zu ihm kommen, mit ihm rausgehen etc. und den ganzen Tag bei meinem Hund sein. Das Gerät ist einfach nur wahnsinnig teuer, deswegen muß er drin bleiben. Wenn er dann in den Unterzucker kommt, nimmt man das Insulin ab. Dazu muß er dann bis zu 48 Stunden nüchtern sein, bis eben wirklich ein Unterzucker eintritt.

Um für mich sicher zu gehen meinte der TA, dass ich selber Blutzucker messen könnte und er war begeistert, als ich ihm daraufhin das Gerät unter die Nase gehalten habe. Sollte es ihm nicht gut gehen, kann ich für mich gleich nachmessen und ihm Zucker verabreichen. Ab einem Wert von 45 meinte er kann ich das machen und in die Klinik fahren, sollte ich ihn selber ausnüchtern wollen und ihn nicht drinlassen wollen. Der Therapiewert liegt dann so bei 30 - die Fahrtzeit ist also eingerechnet.

Sollte es wirklich Epilepsie sein, wird er wohl irgendwann eine höhere Dosis von Luminal brauchen. Aber das warten wir erstmal ab. Ich selber schreibe nach wie vor Tag für Tag alles auf - was er gefressen hat, wie viel, wie oft, Wetter, Aufregungen usw.
 

 

 

12.6.09 Die schlimmste Befürchtung

ist nun leider sehr nahe gerückt. Verdacht auf einen Tumor in der Bauchspeicheldrüse. Ein Insulinom. Nun warte ich auf den Anruf des Onkologen der Tierklinik, damit wir einen Untersuchungstermin vereinbaren können.

Bei Menschen stehen die Chancen, dass es sich um etwas Gutartiges handelt bei 90%, beim Hund leider nicht. Zudem meinte meine Tierärztin, dass diese Dinge leider oft erst Symptome machen (wie Umkippen), wenn sie gestreut haben. Außerdem sieht man diese Dinger häufig nicht im Ultraschall, weil sie oft nur stecknadelkopfgroß sind.

Nun ist es so, dass ich wohl jubeln werde, wenn ich die Botschaft bekomme, dass Luca "nur" Epilepsie oder eine Autoimmunerkrankung hat.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die im Augenblick für mich da sind und mir helfen, wo sie nur können. Ganz großen Dank an Marco, Tina, Eirene, meine Bekannten von RCE, die mir mit Rat und Tat und Trost zur Seite stehen und meine und Lucas gute Freunde von unserer Rettungshundestaffel, die es immer wieder schaffen, mir doch noch ein Lächeln zu entlocken. Und natürlich an Apollo, Hanni und Taja, mit denen Luca viele schöne Stunden verbringt.

Hoffen wir, dass alles gut wird!

 

20.5.09 doch Epilepsie?

Es sieht wohl so aus. Nachdem Luca jetzt wieder drei Wochen nix hatte und ich dachte, wir haben es nun endlich im Griff hatte Luca gestern Nachmittag einen richtigen Krampfanfall, der vier bis fünf Minuten gedauert hat. Verbunden war er mit Stress in den letzten Tagen. Wir sind gleich wieder zu unserer Tierärztin gefahren und nun wird er auf Luminal eingestellt. Wir fangen mit einer sehr niedrigen Dosis an und steigern nun erstmal, bis er stabil ist. In exakt vier Wochen wird eine Blutabnahme gemacht um zu sehen, wie hoch der Spiegel ist. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass wir Lu schnell und gut eingestellt bekommen, damit die Krämpfe nicht noch schlimmer und häufiger werden.

Zwei Dinge sind für Epilepsie jedoch sehr untypisch: zum einen müßte Lu hinterher eigentlich tief und fest schlafen, weil er komplett erschöpft ist. Tut er aber nicht. Zum anderen ist er eigentlich zu alt, um so eine Epilepsie zu entwickeln. Die kommt eigentlich bei Jungen Hunden und beginnt spätestens mit zwei. Ein Rest Ratlosigkeit bleibt also. Aber er hat gestern wirklich alle um uns rum tief geschockt.

Enttäuscht war ich aber von der Münchner Tierrettung. Während ich meinen Hund im Arm halte haben Freunde versucht die Tierrettung zu holen. 40 Minuten Wartezeit war das Ergebnis. Sie haben dann zwar netterweise eine Telefonnummer von einem Tierarzt rausgesucht, aber hatten mit sehr unfreundlicher Stimme keine Zeit die Nummer zu wiederholen. Ich hoffe sehr, dass ich die nie mehr anrufen muß, das hat mich wahrlich nicht begeistert. Vor ein paar Jahren habe ich sie zum ersten Mal angerufen wegen einer Katze, die im Sterben lag. Nur wußte eben keiner, wem die Katze gehört - sie sind nicht einmal gekommen.

 

Kindergartenimpressionen

Es war ein guter Tag im Kindergarten - viel Spaß, viel Freude und viel Aufregendes :-))

 

Schaut doch mal rein...

 

 

 

 

 

7.05.09 Kreppklebeband

Wenn man einen Kurzhaarhund hat, dann steht jeder irgendwann vor dem Problem: wie zum Kuckuck bekomme ich die Haare wieder aus dem Sitz und zwar ohne Pinzette. Hier habe ich jetzt ein Patent entwickelt. Es ist langwierig, aber nicht so langwierig wie die Suche mit einer Pinzette. Man nehme Klebeband. Kein Isolierband, weil das auf Dauer den Sitz zerlegt, sonder Kreppklebeband. Ein Streifen kann ca.  fünf Mal aufgeklebt werden und es bleiben immer noch Haare hängen. Nach einer Rolle ist das Auto dann sauber.

Ansonsten ist nun auch die letzte Blutuntersuchung gelaufen, weil Lu erst letzte Woche wieder im Taumeln war. Wieder o.B.. Jetzt bleibt nicht mehr viel: die Psyche (was gut sein kann), ein Gehirntumor oder einfach wirklich ein akuter Unterzucker. Den Kopf könnte man zum derzeitigen Zeitpunkt zwar ins CT packen, aber es macht wenig Sinn, weil man wohl nichts sehen würde - er hat ja keine neurologischen Ausfallerscheinungen. Klar ist mir mulmig - haltet uns einfach die Daumen.

Ich führe jetzt ein Protokoll in dem die gesamten Umstände vermerkt werden, wenn er taumelt - von der Uhrzeit bis hin zum Fressverhalten und dem Wetter.

Ansonsten zeigt der Radunfall seine Wirkung - leider. Er hat Angst vor jedem Rad, läuft sofort zu mir und drückt sich an mich. Wer meinen Hund kennt, der weiß, dass er ein Freigeist ist. Nun bewegt sich der Freigeist keine zehn Meter mehr von mir weg. Ich nehme an, dass es ein gutes Jahr dauern wird, bis er wieder der Alte ist.

Ach der kleine Lu...

 

25.04.09 Ach der kleine Lu

Nach dem Radunfall schlossen sich gleich ein paar Dinge mit an: am nächsten Tag eine Klammer in der Pfote, die ich gleich rausziehen konnte und dann hat ihn eine Hündin getackert und er hat das Loch eines Reißzahnes im Kopf, das aber bisher schön verheilt ist. Für ihn ist das grad eine recht schwierige Zeit. Am meisten leidet er darunter, dass ich nach wie vor kein Auto habe - die lassen sich ganz schön Zeit :-( . So mußte er jetzt auch viel alleine bleiben und das hat er überhaupt nicht verstanden. Er reibt sich dann auf, versucht alles noch besser und noch richtiger zu machen und sucht, wie könnte es bei meinem Hund anders sein, den Fehler bei sich. Zum Glück konnte ich mir letzte Woche ein Auto ausleihen, so dass alles wieder normal war - und schwupp - er ist der glücklichste Hund schlechthin.

Gegen den Schock und die Bißwunde hab ich ihm dann Bachblüten gegeben. Er fiel daraufhin in einen langen erholsamen Schlaf und kämpft jetzt nicht mehr so und träumt auch nicht mehr so schlecht. Zum Glück!!

 

16.4.09 Lange

Nun, lange stand hier Neues. Luca ist mir die letzten Wochen noch ein paar Mal taumelig geworden, mit Zucker konnte ich ihn dann wieder stabilisieren. Wir füttern nun ganz regelmäßig und meistens gebe ich nun noch zusätzliche Kohlenhydrate. Es muß also unbedingt noch der Blutzucker abgenommen werden, wenn der Hund nüchtern ist. Da ich aber grade (mal wieder) kein Auto habe, muß das jetzt warten, bis mein neues Auto da ist. Die erste Fahrt ist dann die zum Tierarzt - gleich in der Früh, wenn der Hund nüchtern ist.

Dafür hat er inzwischen ein Federmäppchen aufgefressen und in der Tierklinik wieder brechen dürfen. Man muß hier zu seiner Verteidigung sagen, dass es sein Futterdummy war und der prima nach Leder schmeckt. Nur hätte er halt den Klettverschluß und das Plastikinlet nicht mitessen sollen, genauso wie den Henkel.

Gestern wurde er dann von einem Fahrrad zusammengefahren. Hund und Radfahrer sind gestürzt, aber zum Glück ist keinem ernsthaft etwas passiert. Aber Lu hat heute einen Schock und ist sehr ängstlich. Aber das wird wieder. Es ist wirklich glimpflich ausgegangen.

Ich hoffe, dass jetzt endlich mal alles gut wird.

 

26.2.09 Nicht das Herz

So, das Zwergerl ist 1000 kg leichter. Denn gestern war der Ultraschall und es ist nicht das Herz. Er hatte wohl einmal eine Herzmuskelentzündung, denn er hat eine Verdickung am Herzen. Aber sonst ist das Herz in Ordnung. Der Bauchultraschall war, soweit man sehen konnte, auch in Ordnung. Allerdings sieht man mit dem Ultraschall nicht überall hin, weil bei einem großen Hund im Bauch einfach sehr viel Luft ist. Leider war die Bauchspeicheldrüse hinter einer dicken Luftschicht. Die Ärztin meinte, dass man einen großen Tumor hätte sehen können, aber kleine Veränderungen kann sie so nicht sehen. Dafür müßte er ins CT, was bei einem Hund mit Narkose verbunden ist. Zwei Dinge stehen jetzt noch an: die Röntgenaufnahme der Lunge und wahrscheinlich noch ein Blutzuckertest wenn, der Hund nüchtern ist.

Wie erklärt sich eventuell die Blaufärbung der Zunge haben mich ein paar gefragt. Nun, ganz einfach, nach so einer Sache beobachtet man mit Argusaugen. Der Untergrund zum Laufen, der Schnee ist extrem anstrengend. So kann die Zunge schon mal recht dunkel, fast blau werden, aber vielleicht hat er sich einfach übernommen.

Nun, wir werden sehen...

 

23.2.09 Ultraschall

Nachdem Luca gestern und heute noch einmal Anzeichen gezeigt hat, die auf eine Herzerkrankung schließen lassen können, werde ich morgen einen Termin für ein Herzultraschall ausmachen. Eventuell muß man den Bauchraum auch schallen, dann wird noch eine Röntgenaufnahme der Lunge folgen.

Gestern beim Spielen zeigte er fast eine Blaufärbung der Zunge, heute dagegen eine extreme Blässe am Zahnfleisch, wodurch die KFZ (kapillare Füllungszeit) kaum messbar war. Zwar kann hier immer noch das Wetter eine Rolle Spielen, aber es muss jetzt einfach vollständig untersucht werden.

 

17.2.09 Wie erwartet...

...waren die Blutuntersuchungen aus der Tierklinik für die Katz. Zwar ganz und gar nicht kostenlos, aber völlig umsonst. Klar, man kann keinen Blutzucker messen, wenn der Hund eine Hand voll Zucker gefressen hat. Also ist noch immer nicht klar, was meinem kleinen den Kreislauf weggezogen hat. Werde heute noch mal mit unserer Tierärztin über das weitere Vorgehen sprechen. Tropenkrankheiten hat er nicht, so viel zumindest weiß ich. Und alle Werte sind im Normalbereich.

 

Hoffentlich nichts Schlimmes

Luca ist gestern zusammengeklappt. Ihm hat es die Füße oder auch den Kreislauf weggezogen. Möglich ist, dass er im Unterzucker war, aber es sind auch ernsthafte Erkrankungen möglich. Haltet mir einfach die Daumen, dass es nichts wirklich Schlimmes ist. Morgen kommen die Blutwerte aus der Tierklinik - aber die waren zum größten Teil Unfug, weil ich ihm ja sofort Traubenzucker gegeben habe. Mit Diabetes oder Epilepsie kommen wir klar, an was Schlimmeres mag ich jetzt nicht denken.

 

Gut, dass der Hund nur vier Beine hat

Jetzt hat er es irgendwie geschafft, sich das zweite Hinterbein zu prellen, zu verstauchen oder zu zerren. Wenn er nun stehen will, steht er auf dem mit der kaputten Pfote, weil das andere anscheinend noch mehr weh tut. Der arme Kerl! Was würde der machen, wenn er ein Tausendfüßler wäre.

 

Pfote kaputt - schon wieder....

Wie macht er das nur, der kleine Lu?! Immer wieder schafft er es, sich die Pfoten zu verletzen. Zum Glück ist es dieses Mal nicht so schlimm - wir mußten nichts klammern. Dafür habe ich inzwischen schon ein richtig gutes Pfotenequipment: Verband oder Wundeinlage, Babysocken (mit Winnie Puh Motiv), ein Kondom über den Socken, damit die Feuchtigkeit draußen bleibt ;-)  und dann ein Hundeschuh als letztes. Das Kondom muß man oben etwas abschneiden, damit es die Pfoten nicht einschnürt und dürfen nicht nach Erdbeere oder Banane schmecken, weil er es sonst auffrißt. Und hier zitiere ich den gestrigen Lacher des Tages: Mann, jetzt wollte ich meine Schokolade nehmen, greife nach der grünen Schachtel und hab die Kondome vom Hund in der Hand. :-)))

 

Sylvester 08

Luca ist einfach toll. Wenn ich manchmal daran denke, dass er mittlerweile schon fünf ist und an der Schnauze leichte Ansätze von grau zeigt, dann werd ich ganz traurig. Er ist ein so lieber und guter Kerl und so tapfer.

Das hat er dieses Jahr Sylvester auch wieder gezeigt. Denn er hat keine Angst, wenn es um ihn herum kracht und scheppert. Deswegen hatte ich ihn auch wieder auf der Alm dabei. Und während andere Hunde sich verkriechen und vor lauter Angst sogar in die Badewanne springen, geht auf der Alm mit den anderen Kracher abschießen. Einen Heidenspaß hat er dabei, weil bei jedem Peng die Hasen aus dem Gebüsch hüpfen - also ganz nach seinem Geschmack. :-)) Aber nur zur Info: im freien Flug ist Luca mittlerweile recht gut von einem rennenden Hasen abrufbar - und wer ihn kennt, weiß, dass das ein hartes Stück Arbeit war, das sich gelohnt hat.

Natürlich haben viele gefragt, ob es ihm wirklich nichts ausmacht, ob er keine Angst hat, ob er nicht viel lieber zu Hause oder im Auto wäre. Nein, denn im Auto hat er wirklich Angst, wenn ich nicht da bin. Aber wenn ein Hund um die Leute mit hoch erhobener Rute rumhüpft, schwanzwedelnd die Kracher beobachtet, sich über jeden Zünder freut, dann hat er definitiv keine Angst. Auf eines achte ich natürlich: dass er unmittelbaren Krachgeräuschen nur kurz ausgesetzt ist. Klar sind wir dann an eine etwas ruhigere Stelle gegangen, bis das schlimmste Getöse vorbei war. Aber ganz ehrlich gesagt: Hunde aus der Rettungshundestaffel müssen Schlimmeres aushalten und werden immer wieder mit Feuer und Rauch konfrontiert.

 

Weihnachten 08

Luca hat ein interaktives Spielzeug bekommen. Das sind die Teile aus Holz, bei denen der Hund ein Hütchen hoch heben oder eine Scheibe verdrehen muß, um an das Leckerchen heranzukommen. Um die ersten Lecker erfolgreich herauszubekommen, brauchte er bei den Hütchen 10 Sekunden, bei den Scheiben etwa 40 Sekunden. Inzwischen haben wir vier Mal gespielt: die Hütchen findet er lustig, weil man die herumschmeißen kann und bei den verschiebbaren Scheiben ist er schon Profi - er schiebt es mit der Pfote, wenn es nicht geht, dann dreht er sich um, um in die andere Richtung zu schieben. Er ist einfach super!!! :-)

 

06.12.08 Lucas Nikolauserfahrung

Alle Jahre wieder kommt der Nikolaus. Luca ist aber kein Hund von Welt, er hatte bisher noch die diese Erfahrung machen müssen. Bis gestern. Das auch nur, weil Frauchen sich einbildete, neue Klamotten kaufen zu gehen. Wir stehen also in einem großen Kaufhaus und Frauchen wählt gerade aus. Wenn ihr jetzt sagt: Mei, der arme Hund, muss im Weihnachtsgeschäft mit ins Kaufhaus, dem sei an dieser Stelle gesagt: Ihr irrt euch. Denn Luca liebt Klamotten kaufen. Er streift für sein Leben gern unter den Kleiderständern durch und verschwindet gerne mit Frauchen in der Umkleidekabine. Da liegt er dann da und kuckt unten raus und genießt anscheinend die stille Atmosphäre, die Kleiderläden so mit sich bringen. Bücher kaufen hasst er dagegen, da kann es ihm nicht schnell genug gehen.

Als ich also gerade meine sieben Sachen suche, da beugt sich der Nikolaus über meinen Hund und sagt mit seiner tiefen Stimme: Na, bist du auch immer artig gewesen?

Luca stellt die Bürste, legt sein Ridgebackkostüm an und ist empört. Laut bellt er den Nikolaus an. Ich schreite ein: Nein, da musst lieb sein, Lu. Des ist doch der Nikolaus. Ein paar Kinder stehen fasziniert drum rum und sehen zu, wie der Hund den Nikolaus anbrummt. Ein Kind sagt: Du, Mama, der ist aber nicht lieb der Hund. Ich sage: Da hast Du Recht.

Lu schaut mich an, der Nikolaus spricht ihn mit einer normaleren Stimme an: Ja, jetzt hast dich erschreckt, nicht wahr. Lu wedelt. Dann langt der Nikolaus in seinen Sack und beschenkt ein paar Kinder mit Mandarinen und Äpfeln. Jetzt ist Luca hellwach und sehr freundlich. Er schaut mich an und sein Blick sagt: Frauchen, der hat Apfel dabei :-)). Nun will er natürlich auch einen und wirft unerschrocken mal einen kurzen Blick in den Sack - ungefragt natürlich und mit dem ganzen Kopf. Aber siehe da, der Nikolaus kommt auch zu Hunden. Er kramt in seinem Sack, brummt ein bisschen und Luca sitzt und wedelt erwartungsvoll dem Apfel entgegen. Endlich!! Auch der Nikolaus ist ganz gerührt, als er sieht, wie sauber und ordentlich Luca seinen Apfel frisst. Jetzt muss Luca keine Angst mehr haben, er hat jetzt einen neuen Freund gefunden.

 

30.11.08 Waiting for Godot

Da hatte ich letzte Woche kurz Kontakt mit der Leiterin der Hundhochschule für Fernsehen und Film. Bei der Gelegenheit stellte sich dann heraus, dass Luca es in die Kartei geschafft hat. Jetzt brauchen wir nur noch einen passenden Auftrag, also jemand der sagt: ja, mit diesem liebenswerten Racker wollten wir schon immer Fotos machen oder einen Film drehen. Bin schon stolz auf den kleinen LaLu. Aber das warten jetzt kann lange dauern, weil ja nicht laufend, ständig und immer kleine Labbimischlinge gesucht werden, die ständig in Bewegung sind.

 

5.11.08 Quietschies

Keine Hundequietschies, von denen hab ich erstmal genug. Heute spreche ich von meinen Fahrradbremsen. Sie quietschen und jaulen zum Herzerbarmen. Wie skurril das wirken muß, wenn ich mit laut quietschenden Bremsen fahre war mir bisher noch nicht wirklich klar. Aber gestern stehe ich auf dem Bahnsteig der S-Bahn. Plötzlich vernehme ich ein Geräusch: quiek - quiek - quiek. Rhythmisch klingt es. Und befremdlich. Noch befremdlicher wurde die Situation, als ich sah, wer da angequiekt kam - ein gut situierter Herr im teueren Versace Anzug zog den quiekenden Koffer hinter sich her und unterhielt damit den gesamten Bahnsteig. Gegen meine Bremsen jedoch ist dieses Quieken das reinste Mäushusten. Meine Bremsen hört man schon, wenn man auf der Alm sitzt und ich zu Hause losfahre. Und das sind gut zwei Kilometer. Wie ich da so auf dem Bahnsteig stehe steigt eine Erinnerung in mir hoch: Luca läuft am Rad und saust wie der Wind, laut quietschen die Bremsen im Takt dazu, sonst fahren wir gleich nicht mehr 20 sondern 30 Stundenkilometer. Er zieht mich, ich bremse. Hinter mir, in einem Anhänger sitzt der kleine Oskar - Hund - laut jaulend im Takt mit den Bremsen. Völlig angestachelt, weil er gerne mit Luca rennen will. Leute springen auf die Seite, drehen sich um, schauen uns nach, schütteln den Kopf, lachen. Wir werden gehört und dann auch gesehen. Ist das nicht eine zwar laute, aber sehr romantische Vorstellung??

 

31.10.08 Ein gelbes Trauma

Nein, ich meine hier nicht die gelbe Viagra, die eine halbe Stunde lang blind macht. Nein, gemeint ist hier der kleine LaLu, der völlig unschuldig und lieb vom U-Bahn-Steig mit dem Aufzug nach oben fährt.

München ist ja multikulturell und es gibt hier viele Touristen, vor allem aus dem Reich der Mitte.

Wir bewegen uns also vom Hauptbahnhof in Richtung nach oben. Mit dem Aufzug. Kaum waren wir drin betritt eine kleine Gruppe kamerabekleideter Fremder nach uns das Gefährt. Ui, denken eine Freundin und ich - jetzt wird es eng. Wurde es auch, bis sie den Hund gesehen haben. Plötzlich hatten wir einen Haufen Platz, denn zwei Chinesen drücken sich an die Wand - man sieht ihrem Gesicht an, dass sie im Augenblick lieber 10 Meter nach unten fallen würden, als weiterhin mit dem gelben Monster auf zwei Quadratmetern zu stehen. Tja, blöd, wenn man sich immer durch das kleine Viereck im Fotoapparat anschaut, wo man gerade hinläuft, da kann man einen 30 kg Hund schon mal leicht übersehen.

Lu hechelt friedfertig und wedelt freundlich. Er schaut mich an: "Frauchen, meinst ein bisserl BAMM tut denen gut?" Ich kenne meinen Hund, mein Hund kennt mich - ich schüttel mit dem Kopf. Der Gedanke, dass sich mein Muskelpaket jetzt mit voller Wucht gegen die Beine der beiden wirft erschreckt sogar mich. Nicht, dass die den Notschalter drücken und wir festsitzen. Oder der Aufzug stecken bleibt, wenn ihr Fluchtinstinkt einsetzt. Er schaut die Freundin an: "Meinst Du vielleicht? Nur ein bisserl BAMM" Ich glaube, Tina denkt ähnlich. Sie steckt ihm ein Leckerchen zu, um ihn zu besänftigen. Dabei liegen ihre Finger mitten zwischen Luca Zähnen. Noch während ich lächeln muß, weil Lu es so vorsichtig nimmt, fällt mein Blick zufällig in die Gesichter der beiden. Aschfahl!! Langsam zweifel ich an meinem Verstand. Sehen wir das gleiche?? Glaubt man ihrer Mimik befinden sie sich grade mit dem Ungeheuer von Loch Ness in einem Aufzug. Mann, Europa ist schon sehr gefährlich.

Währenddessen wird Luca immer lustiger - der Schalk ist in seinen Nacken gesprungen. Wir kommen oben an, die Tür geht auf und Lucas Blick sagt: HURRRAAAAA - da draußen tobt das Leben und ich will da hin - vor allem an den Dönerstand!! Er zieht an, Tina fliegt hinterher, ich grinse, denn ich weiß ja, wohin die Reise geht. Lucas Ausbruch wird von einem chinesischen Aufschrei begleitet. Dann dreht sich einer aus der Gruppe zu mir um: "Großer Hund, in China sind die kleiner" sagt er und lächelt. ´Klar´, denk ich, `da sind die auch im Topf.´ Ich lächele ebenfalls. Das zeigt mal wieder: in jeder Nation gibt es solche und solche und dennoch ist der Ozean nicht groß genug, um die Angst vor Hunden zu eliminieren. Aber leid getan hat es mir dennoch, denn ich weiß: um die Ecke wartet bestimmt bald ein Schäferhund und kein kleiner Mischla.

 

 

22.10.08 Da hat der Teufel mal wieder auf den größten Haufen gesch...

Wenn mal dicke kommt, dann kommt es ganz dicke. Nicht genug damit, dass ich seit zwei Wochen eine Erkältung habe. Auch nicht genug damit, dass die sich jetzt zu einer ausgewachsenen Nasennebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündung entwickelt hat, die mit Antibiotika behandelt werden muß. Dazu kommt noch, dass so ein Jungspund mit seinem BMW ja dachte, er könnte mein Auto zu Schrott fahren. Totalschaden. Luca und ich radeln im Augenblick alles, in den Kindergarten kann er nicht gehen, weil ich nicht hinkomme. Gut, dass ich krank geschrieben bin.

Aber wie heißt es so schön: wenn über eine dumme Sache erstmal Gras gewachsen ist,  kommt bestimmt ein Kamel, das das ganze runterfrißt.  Was war also heute??

Hunde dürfen kein Schwein fressen, das weiß jeder - außer Luca. Dazu zählen aber auch quietschende Gummischweine. War Luca aber egal. Während ich beim Zahnarzt war, hat Luca bei einem Hundekumpel schweinisch reingehauen. Und wie kommt man dann ziemlich krank mit einem Hund, der zwar noch hinlaufen, aber kreislaufbedingt bestimmt nicht zurücklaufen kann, zum Tierarzt, wenn man kein Auto hat? Mit einem Fahrrad mit Anhänger.

In der Klinik wurde er geröntgt und dann durfte er brechen. Drei Viertel des Gummischweines sind wieder rausgekommen, auch die Füße und der Quietschebauch. Der Tierarzt und ich haben gründlich gesucht, aber die Augen konnten wir nicht mehr finden. Heißt also, es fehlt noch was. Heute abend gibt es noch Sauerkraut, damit, sollte noch Schwein in dem Hund sein, das gut eingepackt wird. Und zwei Tage an der Leine, damit ich noch Gummischwein finde, falls er mal muß.

So, aber jetzt reichts mir für heute. Jetzt gibt es heißen Tee, Antibiotikum und einen ruhigen Abend - hoffentlich.

 

4.10.08 Und weil Hollywood doch angerufen hat....

...war ich gestern mit Luca in Wang auf der Filmtierranch von Renate Hiltl. Vielleicht könnt Ihr Euch noch erinnern, dass ich mit Luca just for fun auf der Hundemesse in der Münchner Olympiahalle ein Tierfilmcasting mitgemacht habe. Gemacht hab ich das damals eigentlich deshalb, weil ich mir dachte: sollte ich wirklich aus der Rettungshundestaffel austreten, dann könnte das Arbeiten auf engem Raum und am Set etwas sein, was Luca absolut liegt und ihm Spaß macht. Nun, vor ein paar Tagen kam dann unerwartet die Einladung: Luca hätte ihnen sehr gut gefallen und sie würden ihn gerne auf einem Workshop näher kennen lernen. So kam es, dass wir gestern nach Wang fuhren. Bis dahin hatte ich bewußt nicht nachgesehen, was auf dieser Ranch genau gemacht wird und welche Filme sie bisher besetzt haben. Hätte ich "Tatort",  "Um Himmels Willen" oder "Hier kommt Kalle" vorher gehört, hätte ich sicher Muffensausen bekommen. Aber so waren Luca und ich sehr entspannt.

Wir kamen also an und mit uns standen da etwa 25 weite Autos, also ca 25 weitere Hunde. Einige waren ganz neu, andere waren wohl schon recht gut bekannt. Und dann ging es, nach einer kurzen Ansprache von Renate Hiltl auch schon los.

Eingeteilt waren fünf verschiedene Stationen, in denen verschiedene Schwerpunkte gesetzt waren. Wir begannen am Filmset: hier wurde die Klappe und das Mikrofon trainiert. Der Hund soll eben nicht an der Klappe vorbeikucken und ins Mikro beißen. Dann übten wir Marke, weil am Set Markierungen auf dem Boden liegen, zu denen der Hund gehen soll, damit die Kamera richtig auf ihn ausgelegt ist. Gut, das war neu, das üben wir. Aber insgesamt hat er es, wie ich finde ganz gut hinbekommen. Er sollte auf mich zulaufen, stehen bleiben, einmal bellen und dann zu mir kommen. Und das hat auf Anhieb geklappt.

 

 

 

 

 

 

 

Die zweite Station war für uns der Funbereich: ich fuhr Luca mit der Schubkarre durch die Gegend, versteckte mich unter einer Plane und warf mit Bällen auf Dosen, wobei Luca neben mir sitzen bleiben sollte. Zum Schluß stellte man mir noch ein paar kynologische Fragen.

 

 

 

 

 

 

Dann kamen unsere Kunstücke: vorgeführt haben wir: Tanzen, Slalom, Singen, auf den Kasten springen, dort bellen, Erschießen, Türen aufmachen, auf dem Kasten tanzen, Winken, Männchen, Zwischen den Füße sitzen.

 

 

 

 

Dann kam die Fotosession: der Hund wird in drei verschiedenen Positionen fotografiert (sitzend, liegend, stehend). Am Schluß machte der Fotograf Klaus Goldhammer noch drei Charakteraufnahmen. Mann, sind das tolle Bilder geworden.

Die letzte Station für Luca war "Mitgehen mit fremden Menschen". Nun, er macht es ganz gut, aber er kuckt noch nach mir.

Zwischen den einzelnen Stationen konnte sich Luca immer wieder mal, nach Bedarf, im Auto ausruhen.

 

 

 

Es war ein ganz großer Spaß, zu sehen, was Hunde so lernen können. An dieser Stelle auch vielen Dank für die Vorführung mit den eigenen Hunden. Viele der Hunde habe ich schon vorher gesehen - wohl im Fernsehen. Unglaublich schön gemacht und lustig war die Darstellung des saufenden kleinen Prinzen :-)

 

Von meiner Seite aus ein herzliches Dankeschön für diesen schönen Tag. Es hat mir und Luca einen riesigen Spaß gemacht!! Lu und ich empfanden den Nachmittag beide als sehr schön. Am Abend träumte er ganz viel von dem Tag - dass es ihm gut gefallen hat erkennt man daran, dass er im Schlaf immer wieder anfing zu wedeln.

 

 

 

 

29.9.08 Ohr kaputt

Luca hat es mal wieder geschafft sich zu verletzen. Gestern im Park kam er aus dem Gebüsch und war am Kopf, am Hals, an den Pfoten und am Rücken ziemlich blutig. Nur konnte ich einfach nicht feststellen, wo er blutet. Egal wo ich hingelangt habe, überall war Blut. Am stärksten am Hals. Also hab ich ihn gepackt und wir sind in die Tierklinik gefahren. So wie er aussah, dachte ich, er wäre durch einen Dornenhecke gebrochen. Erst in der Tierklinik sah ich, dass er innen im Ohr einen Riß hat - da war dann die Erleichterung doch sehr groß. Zum Glück nur das Ohr. Allerdings so saudumm - er hat das Ohr von innen geschält wie Blätterteig.

Nun trägt er einen Halskragen und das Ohr haben wir eingewickelt, damit die Wunde erstmal einfach zum Stillstand kommt und die Wunde nicht bei jedem Schütteln wieder aufgeht. Dazu muß er jetzt Antibiotikum nehmen.

Heute kann er nicht in den Kindergarten gehen. Mit dem Trichter, dem Antibiotikum und seiner Müdigkeit schafft er das den ganzen Tag einfach nicht.

Hier ein Foto von unserem Patienten, ich hoffe sehr, dass das jetzt gut verheilt und er dann wieder eine Weile verletzungsfrei ist.

 

 

 

18.9.08 Lucas erste Woche im Kindergarten

Nun, weil es nicht mehr anders ging, weil sich so viele Dinge verändert haben, geht Luca nun in den Kindergarten. Zum Glück ist seine Freundin Hanni in dem gleichen Kindergarten - so sind wir überhaupt drauf gekommen. Mir gefällt diese Art der Hundebetreuung sehr gut, denn die Hunde werden bei Eirene O´Leary im Rudel gehalten.

Luca war jetzt ein paar Mal einen halben Tag dort, damit er sich langsam eingewöhnt. Dass er sich dort wohl fühlt, zeigte sich gleich, als wir den Kindergarten besichtigten. Die Gehege sind ganz nach seinem Geschmack, grün, mit Abwechslung und einem kleinen Fischteich. Die anderen Hunde sind durchwegs nett.

Der erste Tag war natürlich nicht ganz einfach - als ich ging weinte Luca ganz bitterlich nach. Ich stand an der S-Bahn und konnte ihm zuhören. Fast wäre ich zurückgelaufen. So als Frauchen ist das schon bitter, wenn man den eigenen Hund so weinen hört, vor allem, wenn man weiß, was in dem Tier gerade vor sich geht - Verlassenheitsangst pur. Zum Glück weiß Eirene solche Situationen zu durchbrechen.

Am zweiten Tag ging es dann schon besser. Bereits im Auto fing Luca an zu jodeln und freute sich. Dann hatte er es fürchterlich eilig in das Gehe zu kommen und seine neuen Freunde zu begrüßen. Es hätte mich sehr gewundert, wenn das anders gewesen wäre, dann hätte ich meinen Hund nicht wieder erkannt. Und, siehe da, heute war auch Hanni da - so ein Glück!! Die beiden, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht glaubt, geben sich sehr viel, denn das was Luca unsicher macht, meistert Hanni oft sehr gut und v.v.. So fangen sich die beiden gut ab. Allerdings war es sehr kalt an dem zweiten Tag, so dass Luca einfach gefroren hat. Jetzt hab ich ihm seinen leichten Herbstanorak eingepackt, damit er nicht so friert. Im Winter nehmen wir dann den dicken Anorak mit, den Luca sehr gerne anzieht.

Nun hat er langsam verstanden, dass Kindergarten aber auch heißt, dass Frauchen weggeht und das schmälert seine Freude ein bißchen. Klar, das fällt uns beiden schwer, immerhin waren wir es bis jetzt gewohnt, dass wir eigentlich alles zusammen machen.

Inzwischen zeichnet sich so langsam ab, dass Luca einen Damenflor hinter sich her zieht - die Mädels sind von ihm ganz begeistert. Nur, er weiß damit halt so gar nichts anzufangen, er ist eher ein Hund, der Kumpels hat. Und so richtig dicke ist er ohnehin nach wie vor nur mit dem Pollo mit A vorne dran.

Ja, nun ist er schon groß, mein Kleiner, immerhin geht er jetzt schon in den Kindergarten mit Brotzeitbox und Wechselwäsche. Und fast höre ich, wenn ich komme, wie die anderen Hunde rufen: Luca abgeholt :-)

 

31.8.08 Jagdschlamm

Ja, das ist wirklich ohne Worte verständlich - was macht Hund, wenn er nach einer ausgiebigen Hasenjagd nicht mehr kann, weil er so fertig ist... Eigentlich ist Luca ein Hund, der sich nie schmutzig macht, in den ganzen Jahren mußte ich ihn nicht ein einziges Mal baden :-))

 

 

 

 

25.8.08 Gute Erziehung

Armer Luca - seine gute Erziehung hat ihm einen dummen Streich gespielt. Alle, die hier ab und an mitlesen können sich denken, dass Luca natürlich Türen öffnen kann. Auch hochgestellte Türklinken sind nicht wirklich ein Hindernis - wenn.... ja, wenn da die gute Erziehung nicht wäre. So kam es, dass Luca mich heute morgen um sieben weckte, weil er dringend nach draußen mußte. So quälte ich mich kurz aus dem Bett, öffnete ihm die Tür, ließ sie zur Sicherheit einen Spalt breit offen, damit er wieder rein kann und legte mich zurück in meine Daunen. Eigentlich wollte ich ihn nach zwei Minuten wieder rein lassen, aber ich sank selig zurück in Orpheus Arme. Eine Stunde später wachte ich wieder auf und siehe da: nirgends ein Luca. Als ich die Wohnungstür öffnete lag er da wie eine Sphinx und wartete wohl seit einer guten Stunde darauf, dass ich ihn wieder rein lasse. Wer Luca kennt, der weiß, dass man in seinem Gesicht wie in einem Buch lesen kann. Er war völlig ratlos und verstört. Wahrscheinlich hat er das ganze Brav-Sein-Programm runtergespielt, um wieder in die Wohnung zu kommen und war einfach ratlos, dass nichts davon mich bewegen konnte, die Tür wieder zu öffnen.

Fazit: nun soll er lernen, die Haustür zu öffnen, damit so etwas nicht wieder passiert. Es ist zwar sehr angenehm, wenn er dann den ganzen folgenden Tag an mir klebt und jedes Kommando schon vorher ausführt. Aber es muß ja nicht sein, dass er im Garten liegt und in der Nässe friert.

 

6.8.08 Manchmal ist Luca einfach ein Depp

Nun, da denkt man, man setzt sich gemütlich zum Abendessen zusammen und dann fehlt ein ganzes Kassler. Klar, dass Luca das gestohlen hat. Aber er hätte den Knochen doch nicht gleich mitfressen müssen. Wenn ich daran denke, wie schnell er das Kassler gefressen haben muß, damit ihn ja keiner erwischt, dann frage ich mich schon, wie er den Knochen überhaupt runter bekommen hat. Und wage gar nicht daran zu denken, dass dieses Ding jetzt in seinem Magen liegt. Auf jeden Fall fuhren wir gestern abend dann noch zur Tankstelle - Sauerkraut holen. In der Apotheke hätte es nicht mehr gekostet. Aber eineinhalb Dosen davon sind gestern abend dann noch in den Hund gewandert.

Wie man Sauerkraut in einen Hund bekommt, fragt Ihr? Na, Dose aufmachen, Sauerkraut entnehmen und dem Hund hinhalten. Aber man muß höllisch aufpassen, dass er sich nicht an den scharfen Dosenrändern verletzt, wenn er der Meinung ist, dass der nächste Happen zu lange auf sich warten läßt. :-)

 

4.8.08 Jetzt fahrn wir übern See, übern See...

Es ist schön, wenn man so entspannte Hunde hat, dass man mit ihnen alles machen kann. Luca ist da so ganz nach meinem Geschmack - er schwimmt mit mir, ist viel draußen und auch Bootfahren ist für ihn keine Thema - nicht auf der Fähre, nicht auf Rundfahrten und auch nicht, dass weiß ich jetzt, in einem Ruderboot. Ganz entspannt sitzt er da im Boot und kuckt sich die Umgebung an. Man hat ihm angesehen, dass es ihm großen Spaß gemacht hat. Und während der kleine Oskar-Hund interessiert die Paddel betrachtet, fühlt sich Luca als gelassener Herrscher der Weltmeere. Gut, dass unser Kapitän bei der Überseefahrt auch sein Vergnügen hatte :-)

 

          

 

 

 

 

 

15.7,08 Schlafpositionen

Diese Bilder sprechen für sich. Der Zeitraum, in dem diese entstanden sind, umfaßte in etwa eine halbe Stunde, in der Luca nicht einmal aufgewacht ist. Das ist der Schlaf der Gerechten... es war ja auch ein anstrengender Tag.

 

22.19 h

 

22.22 h

 

22.42 h

 

22-49 h

 

 

19.6.08 Hundebericht aus dem Arbeitsalltag

Gestern wurde mal wieder klar, wie anstrengend ein Arbeitsalltag für einen Hund ist. Zum einen muß man brav sein und im Büro liegen bleiben, auch wenn Frauchen wie ein gescheuchtes Huhn durch das Haus rennt. Dann muß man sich einen Haufen Leute merken: den Apfelmann, der die Äpfel immer geschält mitbringt, die Mädels aus der Kantine, die immer eine Banane mitschicken, wenn Frauchen Kaffee holt, dann die Fensterbrett, die immer so lecker Kaustangen mitbringt und natürlich die Reporter, die sich mit allem möglichen Essbaren bewaffnen, bevor sie das Archiv betreten. Neu ist, dass die Biokaustangen mit der Hauspost kommen, weil es einigen Leuten schon peinlich ist, so viel Hundefutter durchs Haus zu tragen. :-)) Und ich hab mich inzwischen dran gewöhnt, dass jeder meinen Hund kennt und mich kein Mensch. :-)))

 

 

21.5.08 Ein ganz normaler Ausflug

Radfahren findet Luca spitze. Er läuft jetzt am Geschirr und mittlerweile kann ich ihm das Tempo mit Kommando vorgeben, vor allem in Richtung schneller. Soll es langsamer gehen, dann bin ich froh, dass ich zwei Bremsen habe.

 

Doch normalerweise fahren wir mit dem Auto, vor allem, wenn BabyBeni und seine Regierung mit uns fährt:

 

 

Und hier mal ein Einblick in einen ganz normalen Spaziergang.

 

 

18.5.08 Voll cool!! und ein paar Schrammen

Kaum ist die Wunde am Bein so verheilt, dass Luca wieder fast gesund aussieht, schafft er es irgendwie, sich die Schwanzspitze zu verletzen. Morgen bekommt er Pflaster mit kleinen Autos drauf oder mit Häschen. Irgendwie hat er grad keinen so guten Lauf.

Obwohl, das kann man so nicht behaupten. Luca, bzw. ich, fahren im Augenblick mit dem Fahrrad in die Arbeit und ich kann nur sagen: Luca hat verdammt speed. Seine schnellen Jagdläufe sind nichts gegen das Tempo, das er hinlegt, wenn Frauchen auf dem Rad vorne weg fährt.

Zudem ist Luca, und auch das Frauchen, um eine Erfahrung reicher - wir durften beide vorne im ADAC Abschlepp-LKW fahren. Luca fand es ziemlich cool. Der gelbe Engel fand ihn wiederum ziemlich cool, vor allem, weil er ganz alleine in den LKW gesprungen ist und das ist ja schon eine Höhe. So war Luca dann auch versöhnt, dass seine Trainingseinheit in der Hundeschule auch diese Woche noch einmal ausfallen mußte.

 

13.5.08 Nahtlos

Jetzt sind die Fäden gezogen. Fünf waren es, heute konnte ich in Ruhe mitzählen, weil ja keine Aufregung geboten war. Brav war er, steht auf dem Tisch, während sein Kumpel um ihn rumschwanzelt und hält ganz still. So als dankbarer Patient hat er Barbara auch ein Geschenk mitgebracht, ordentlich mit Pflaster verziert.  :-) Leider ist es bei dem Versuch die Treppen mit der kleinen Tüte hinunter zu laufen gebrochen - CD Hüllen halten aber auch nichts aus. Dass er es der Tierärztin in die Hand drücken sollte, hat er allerdings vergessen, als er den anderen Rüden in seinem Wartezimmer gesehen hat. Nun muß er noch zwei Tage so einen schicken Verband mit blauen Pfötchen tragen und dann ist er wieder gesund.

 

Eigentlich war der Pfotenverband ja mit chicken blauen Pfötchen, aber nicht, wenn Luca mit dem unterwegs ist:

 

 

 

12.5.08 Morgen, ja morgen

...kommen die Fäden raus, morgen abend. Heute hab ich zum letzen Mal einen neuen Verband rumgewickelt. Diese PH-Haftbinde mit den blauen Pfötchen drauf sind aber auch besonders hübsch.

Und dann hoffe ich, dass endlich mal ein bisserl Ruhe ist und die nächste Pfotenverletzung ein bisserl Zeit hat. Das ständige Einwickeln der Pfoten ist sehr lästig und jetzt beginnt für Luca die Schwimmsaison. Da muß man höllisch aufpassen, dass er nicht die kleinste Chance für einen Ausflug an den See nutzt.

Na, vielleicht verteile ich einfach mal wieder Brot im Park, in die andere Richtung, dann vergißt er, dass er gerade einen Sprung in den See wagen wollte.

Bin froh, wenn der Verband ab ist, dann können wir endlich wieder in die Arbeit einsteigen - Luca ist unausstehlich, wenn er nichts zu tun hat. Jedes Wort muß man drei Mal sagen, damit er reagiert. Er steht dann da: Ich? *umschau*, Soll da wirklich ich gemeint sein? *umschau*, na, erstmal Beinchen heben. "Zefix jetzt, Luca, ich seh des doch!" - jaja, ist ja gut, ich komm ja schon. Und dann, plötzlich, rennt er freudestrahlend auf mich zu: schau mal, wie ich komme, Frauchen, ganz schnell. Das Einzige, was ich mir dann denke, ist: Du S.. . :-)

 

9.5.08 Es heilt

Gestern abend haben wir die Pfote neu eingebunden. Insgesamt sah alles ganz gut aus, die Wunde scheint gut zu heilen. Überflüssig zu sagen, dass ich mir den Wecker auf drei Uhr nachts stelle, um zu kucken, ob die Pfote normal aussieht.

Luca ist insgesamt recht müde. Aber das ist wohl normal. Und kann ja auch am Wetter liegen. Nun, bis Dienstag müßte die Wunde verheilt sein.

 

7.5.08 Nicht auszudenken

Nun, da hat Frauchen bei der Wundversorgung ein bisserl Mist gebaut. Nach dem gestrigen Abendspaziergang war der Verband nass und mußte gewechselt werden. Hab ich auch brav gemacht und ein paar Mal kontrolliert, ob der Verband zu fest ist und die Pfote warm ist. Schien alles in Ordnung. Als ich nach zwei Stunden wieder hinschaue, sehe ich, dass die Pfote angeschwollen ist. Die Zehen stehen auseinander, die Pfote deutlich dicker als die Gesunde. Nun, anscheinend habe ich  die Blutrücktransportbahn mit dem Verband verengt, so dass in der Pfote eine Stauung entstanden ist. Natürlich habe ich sofort den Verband aufgeschnitten und heute Nacht ein paar Mal kontrolliert, ob die Pfote normal abschwillt. Heute morgen ist sie wieder normal und alles ist in Ordnung. Nicht auszudenken, wenn ich unbemerkt die Blutzufuhr gekappt hätte. Dann hätte ich wohl sofort die Tierrettung gerufen.

 

4.5.08 Der Tag danach

Heute morgen erwachte ich von einem Hund der Wasser schlappert. Die Nacht über lag er auf der Couch. In der Nacht, so gegen zwei als ich dann doch beschlossen habe schlafen zu gehen, schlief er so tief und fest und bewegte sich drei Stunden lang gar nicht. Na, und heute morgen turnte er mir entgegen - fast wieder ganz der alte. Es gab auch bald ein kleines Frühstück. Draußen hab ich ihn nur sehr kontrolliert laufen lassen, weil er doch noch ein bisserl angeschlagen ist und ja gerne über seine Grenzen geht. Aber es ging ihm recht gut.

Jetzt am Abend hatte ich das Gefühl, dass die Wunde beginnt zu schmerzen. Bis dahin wirkte das Schmerzmittel. Ganz vorsichtig hat er sich hingesetzt. Aber es geht ihm gut.

 

 

3.5.08 Beinverletzung

Kaum ist die Pfote verheilt, verletzt sich Luca am Hinterbein. Die Wunde scheint doch recht tief zu sein. Wahrscheinlich muß sie geklammert, eventuell sogar genäht werden. Auf jeden Fall darf er jetzt nicht mehr fressen, bis wir gleich zur Tierärztin fahren, es kann ja sein, dass sie ihn schlafen legen muß. Im Augenblick ist die Wunde notversorgt und nachher weiß ich mehr.

 

21.45

Luca ist vor einer Stunde aus der Narkose aufgewacht. Sehr zittrig ist er noch und er friert. Bei seiner Barbara lag er im Rotlicht, ich hab ihn jetzt in Decken gepackt. Die Triangelwunde wurde genäht und der Hautlappen abgeschnitten. Sieben Stiche waren es glaube ich - vielleicht auch nur fünf. Das hab ich nur nicht so genau mitbekommen, weil Luca in der Narkose ein paar Probleme mit der Atmung hatte, so daß ich seinen Kopf übergestreckt hielt. Unserer Tierärztin vertraue ich blind, es bestand keine Gefahr, die sie nicht im Griff gehabt hätte, aber dennoch: wenn der eigene Hund da liegt und die Atmung nicht einsetzt, da kommt einfach Angst dazu. Seine Vitalfunktionen und seine Reflexe waren aber hervorragend.

Es war eine kurze Narkose, er schlief ungefähr eine halbe Stunde. Ein schönes Erlebnis, wenn der kleine Kerl wach wird, die Augen flattern noch unruhig. Ich spreche ihn an: Hey, Schatz, da bist ja wieder. Seine Antwort war ein wildes Klopfen mit der Rute. :) Luca wedelt als nicht nur den ganzen Tag und manchmal im Schlaf, sondern auch wenn er noch halb in Narkose liegt.

Nun, ist er noch ziemlich daneben, alle Treppen habe ich verstellt, damit er nicht runterfällt. Er kann ja noch nicht wieder gut laufen und torkelt noch sehr. Jetzt soll er erst einmal schlafen. In zwei Tagen muß ich den Verband wechseln und in zehn Tagen fahren wir zum Fäden ziehen.

Ach der Luca, der hat immer solche Phasen, in denen er sich einfach verletzt. Gestern hat er sich böse überschlagen, dann ist er mit dem Hinterbein in ein Loch gefallen und heute hat er es geschafft.

Mein armer Schatz, der kleine Bubimann.

 

23.4.08 Pfotenverband mit Sauerkraut

Nun, die Pfote ist immer noch kaputt. Ist aber auch eine blöde Stelle, direkt seitlich am Ballen, das geht halt immer wieder auf, wenn er läuft. Nun war das Wetter ja nicht soooo besonders und die Socken und der Verband wurden naß. Und langsam gingen mir die Plastiktüten aus, die ich regelmäßig hingewechselt hatte. Was macht man in so einem Fall? Nun, man organisiert sich etwas wasserdichtes, etwas, das besser auf die Pfote paßt als eine Plastiktüte. So etwas wie ein Kondom zum Beispiel :-). Sah auf den ersten Blick sehr gut aus, die Pfote war trocken und das Ding paßt genau auf die Pfote. Leider, leider, war das blaue Gummiexemplar, das mit überreicht wurde eines mit Geschmack - es schmeckte wohl nach Mentos oder nach Blaubeeren. Auf jeden Fall fand Luca es so lecker, dass er anfing es zu fressen. Hätte ich mir eigentlich denken können, dass ein Hund, der Gummibärchen liebt auch Kondome frißt. Luftballons frißt er auch ohne Geschmack. So schnell, wie er es verschluckt hat, konnte ich gar nicht ins Maul greifen, um es wieder rauszuholen. So griffen wir dann mal wieder zu unserem Allheilmittel - Sauerkraut aus dem Päckchen. Dann passiert wenigstens nichts und das Gummitier wandert wieder aus dem Bauch heraus...

Ach Luca!

 

20.4.08 Pfote kaputt

Und wieder einmal hat er es geschafft, sich die Pfote blutig zu reißen. Dieses mal hat er versucht, in der Schrannenhalle eine Maus durch ein Abtrittgitter zu ziehen. Hierbei ging er sehr energisch vor, nicht mal der Barhocker durfte stehen bleiben. Die Türsteher waren so begeistert von seinem Elan, dass zunächst keinem auffiel, das die Pfote ein Lock hat. Eine hervorragende Idee, das Gitter hat gewonnen. Jetzt trägt er wieder einen chicken Pfotenverband, hat Salbe drauf und seine Winie-Pooh-Socken an.  Mit so einer Pfote kann man dann natürlich nicht arbeiten gehen und so hat er jetzt Zwangsurlaub. Und auch mit dem Rad in den Park fahren geht natürlich nicht. Na, noch ein paar Tage, dann geht es hoffentlich wieder.

An dieser Stelle schreib ich Euch gleich mal hin, wie man einen richtigen Pfotenverband macht. Salbe auf die Wunde stelle und eine Kompresse drauf. Dann Watte zwischen die einzelnen Krallen, damit er sich mit dem Verband die Krallen nicht in die Haut bohrt. Verband anlegen, nicht zu fest, damit die Pfote weiterhin gut durchblutet ist. Am Schluß die Socke drüber und sie mit Leukosylt im Fell festkleben, damit die Socke hält. Bei Regen eine Plastiktüte drüberziehen.

 

14.4.08 Spielen und Schmusen

Ja, Luca findet eine Freundin von mir klasse - er freut sich immer wie ein Schnitzel, wenn sie kommt. Außerdem riecht sie so interessant nach Katze. Jetzt kommt die Freundin noch seltener als vorher, weil sie in einem Bundesland lebt, dass es auf der Landkarte eigentlich gar nicht gibt. :-) So war das Wochenende für Luca ein Fest, denn sie blieb das ganze Wochenende bei uns. Er wurde verwöhnt und gehätschelt und mußte nix arbeiten. Spielen und Schmusen - herrlich!

Über sein Verhältnis zu Katzen brauche ich ja nichts sagen, wer Tom und Jerry kennt, weiß, wie groß eine Abneigung sein kann. So sähe wohl sein persönlicher Alptraum aus :-)))

 

 

 

Olympiapark am Abend

Man hat schon ein schweres Los, wenn man Luca heißt und der ganze Park mit kleinen Kaninchen übersäht ist. Er ist so viel gerannt und gerannt, dass ich dachte, er bekommt gleich einen Kreislaufkollaps. Bestimmt zehn Minuten hat er wie blöd gehechelt. Auf dem Rückweg mußte er bei mir bleiben. Er blieb, obwohl an die 30! Hasen sicht- und riechbar über den Weg hopsten. Da war ich dann schon stolz, das wäre früher niemals möglich gewesen.

Ansonsten sind die Pfoten wieder verheilt, die er sich im Eifer des Gefechts aufgerissen hat. Ein bisserl komisch kuckten meine Kollegen heute, als ich eine Aspirin verlangte, damit ich meine Wäsche waschen kann. Alter Sanitätertrick - Hundepfotenblut auf Hosen wäscht man am besten mit Aspirin, dann geht es raus.

 

Dumme Menschen

Allem hat der liebe Gott eine Grenze gesetzt - nur der Dummheit nicht. Und das war heut morgen in der Tram mal wieder deutlich spürbar. Ich steige mit Luca in die Tram und eine Frau schimpft los: "Früher mußten die für ihre Köter noch zahlen, aber heute fahren die Biester umsonst mit. Aber ein Fahrrad, das kostet Geld." Als ich mich dann auf den freien Sitzplatz zu bewege springt sie an das andere Ende des Sitzes: "Nehmen Sie ihren Scheißköter weg, in China läge der längst auf dem Teller." Also, ich habe ja ein dickes Fell, aber nicht wenn mich eine krakeelende Presswurst anblafft und meinen Hund so beschimpft. Ein Herr setzte sich dazu: "Na, der sieht aber nett aus, der Hund." Ja, der ist auch nett, so unschuldig und artig, wie er zwischen meinen Füßen sitzt. Nach dem zehnten blöden Spruch reicht es und ich meine: "Mei, Sie san vielleicht ekelhaft. Belästigens doch jemand anderen." Aber, nein, die Dame hört nicht auf. Um mich rum stehen lauter Hundefreunde, sagen aber lieber nix. Also, muß man sie mobilisieren, bevor mir der Kragen endgültig platzt. Da sag ich, ziemlich gelassen: "Wenn Sie hilflos im Wald liegen und der Hund findet Sie, würden Sie das ablehnen? Wenn Sie verschüttet sind und ein Hund würde Sie anzeigen, würden Sie das ablehnen? Wenn Sie blind wären und ein Hund führt Sie, würden Sie das ablehnen? Wenn Sie behindert sind und ein Hund macht die kleinen Handgriffe für Sie, würden Sie das ablehnen?" Und ein Gast ergänzt: "Wenn sie ertrinken und ein Hund zieht sie aus dem Wasser, würden Sie das ablehnen?" Da meint ein älterer Herr: "Sie haben einen wunderschönen Hund, was ist denn der für eine Rasse?" Und ein anderer sagt: "Der hat nichts Schlechtes an sich, das sieht man an den Augen." Und ein dritter: "Oh, Vorsicht, nicht dass ich dem braven Kerl auf die Füße steige." "Ach, ja, ich war früher Jäger, da hatte ich einen Pointer, ein toller Jagdhund". Ach ja, und die Zollhunde, und die Rauschgifthunde... Es entspinnt sich für die nächsten zwölf Minuten eine lebhafte Diskussion um Hunde, Hunderassen, die netten Zamperl und ihre Angewohnheiten. Und Luca wedelt freundlich jeden an...

Die Dame hat sich verdrückt, versuchte es weiter hinten nocheinmal, aber auch hier ohne Erfolg. Und wir hatten eine sehr nette Fahrt.

 

1.4.2008 Hanni und Luca sind Eltern geworden

Nach genau 63 Tagen Tragezeit hat Hanni 12 gesunde Junge geboren. Genau 6 Rüden und 6 Weibchen. Und das, obwohl beide kastriert sind. Das ist wirklich ein Wunder! Heute morgen um 9.00 Uhr war es soweit - unsere kleinen Aprilscherze erblickten das Licht der Welt. Teilweise sind sie schwarz, teilweise semmelfarben und manche sind auch zweifarbig. Herzallerliebst! Die Augen haben sie noch geschlossen. Fotografiert haben wir sie auch noch nicht, jetzt sollen sie erstmal durchschnaufen. Doch alle sind gesund und munter. Während Hanni sich liebevollst um ihre Kleinen kümmert, marschiert Luca stolz wie Oskar durch die Welt und ist sehr rührend neben Hanni liegen geblieben. Weil es ja Hannis einziger Wurf sein wird, haben wir beschlossen, die Hundemädchen nach A zu benennen, die Jungs haben Z-Namen. So heißen sie Amber, April, Attika, Amelie, Anna und Anubia, die Jungs heißen Zorro, Zombie, Zambo, Zahir, Zottel und Zigeuner.

Und hier noch ein Blick auf das glückliche Elternpaar

 

 

Kleiner Nachtrag:

Nein, man kann sich nicht um die Welpen bewerben, da muß ich Euch leider enttäuschen. Bei dieser kleinen 1. April - Geschichte war wohl eher der Wunsch der Vater des Gedanken. So toll Hanni und Luca auch sind, beide sind, wie schon gesagt, kastriert - und Junge wird es hier, leider, leider niemals geben - sie wären bestimmt entzückend. Aber vielen Dank an unsere Fans - wir hätten hier bestimmt ein paar gute Plätze für unseren Kleinen gehabt.

 

Zecken und Füße

Nun, wir waren ja schon lange nicht mehr beim Tierarzt. Klar, dass es bald wieder Zeit werden würde. Nun, zuerst dachte ich vorgestern im Park, dass Lucas Allergie wieder ausgebrochen ist. Überall Beulen, im Gesicht, an der Schnauze, an den Beinen. Hektisch begann ich zu überlegen, ob er irgendwo Weizen erwischt haben konnte. Nicht im Brot, da sind die Eiweismoleküle schon kaputt, aber vielleicht mal wieder in besonders hochwertigem biologisch einwandfreiem Futter. Aber mir fiel nichts ein, was diese heftige Allergie ausgelöst haben konnte. Naja, die Lösung kam zu Hause, weil ich aus reiner Neugier nachgesehen habe, wie die Allergiepusteln aussehen. Nun, Luca hat heute wohl alle Zecken eingesammelt, die er gefunden hat. Nach eineinhalb Stunden mühsamen Suchens und Rausdrehens war er wieder clean. Und ehrlich, was ich noch nie gesehen habe: die Biester waren so klein, dass sie mit der Zange kaum zu greifen waren. Klein und weíß. Sehr eigentümlich. Und weil die Pfote auch noch aufgerissen war und blutete sind wir dann zum Tierarzt gefahren.

Wer einen Hund hat und zum Tierarzt muß, der weiß, wie klein und unsichtbar ein Hund aussehen kann. Als käme er auf die Schlachtbank. Bei uns ist es zum Glück anders: er liebt unsere Tierärztin und ihren Hund. Nun ist die Pfote einbalsamiert und das Zeckenmittel auf dem Hund.

Danke Barbara!

 

Lucas Brotlaib

Ja, gestern hat er es mal wieder geschafft, der Luca, sich beim Gassighehen derartig vollzustopfen, dass ich ihn nicht mehr laufen ließ, weil ich einen Magendreher befürchten mußte. Irgendwelche ganz Schlauen finden es super, ganze 1 kg Brotlaibe im Park zu verteilen. Zum Teil sind die sogar noch eingeschweißt. Herrgott, hoffentlich habt ihr dran gedacht, den Hasen auch eine Schere dazulassen. Nun, gefressen hat diese Brotberge natürlich kein Hase, sondern die Ratten und der Luca. Ganz phantastisch! Den ersten Laib hätte Luca ja noch verkraftet, aber der zweite, auf dem Heimweg, der war dann zu viel. Ihm war ziemlich schlecht und er hatte Bauchweh. Nur gut, dass ich einschreiten konnte, noch ehe er den zweiten Laib auch ratzeputz aufgefressen hat.

Und jetzt mal eine Frage am Rande: wen wollt ihr eigentlich füttern? Die Ratten? Bitte, prima Idee. Die Krähen? Hat irgendjemand schon mal eine Krähe mit einem Laib Brot im Schnabel fliegen sehen? Außerdem gibt es im Park ja eh schon so viele Krähen, dass der Thriller "Die Vögel" eine paradiesische Vorstellung dagegen sind. Die Enten? Enten leben am WASSER, nicht im Gebüsch! Außerdem würde der See nicht jedes Jahr umkippen, wenn diese ganzen Essensreste nicht drin rumschwimmen würden.

Mal ganz ehrlich - laßt diese blöde Fütterei sein. Der Schaden ist größer als der Nutzen. Es liegt kein Schnee, das Gras wächst - also wozu? Die einzigen Vögel, die im Augenblick wirklich nichts finden, sind die Singvögel, weil es noch keine Insekten gibt. Allen anderen geht es prima!

Der Volksmund sagt: das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint".

Und für die Labbi-Fans unter uns: Luca hat immerhin eine Semmel gebracht und sie mit mir getauscht. Diese Semmel hatte ich ihm vorher gegen eine Rindernase abgenommen. Und: er brachte sie mir wieder her, weil sie doch so ein gutes Tauschmittel ist. Aber leider schleppe ich nicht so viele Rindernasen rum, wie dort Brotlaibe liegen. Was wieder einmal zeigt: einem Hund das Tauschen beizubringen lohnt sich absolut.

 

Nun ist es offiziell

Luca ist seit heute ein echter Dating-Hund. Nur echte Dating-Hunde tragen ein sehr schickes maßgefertigtes, dunkelbraunes Halsband mit Telefonnummer:

 

 

Nun mußt Dich aber benehmen, Du Racker! In so einem chicen Halsband kann ja nicht nur Lauser drinstecken. Vielen Dank, Kemal, fürs Mitaussuchen :-)

 

Neues von der Hundemesse - warten auf Hollywood

Am Wochenende war wieder einmal die internationale Rassehundeausstellung in der Münchner Olympiahalle. Wieder gab es alle Rassen rund um das Wesen Hund zu beobachten - klar, die Viszlas und Weimeraner haben es mir angetan,  aber auch die Doggen, die Bordauxdoggen, die klassischen Jagdhunderassen - Deutsch Kurz- und Drahthaar, die Wachteln und die Schweißhunde. Und jedes Jahr stelle ich aufs neue fest: Fußhupen liegen mir nicht besonders. ;)

Auch die Vorführungen konnten sich sehen lassen. Und klasse sind natürlich die Verkaufsstände - in kürze erhält Luca ein wunderschönes neues Halsband mit eingestickter Telefonnummer. Dunkelbraun mit türkiser Schrift - sehr schick hab. Alle aussuchenden waren der gleichen Meinung und Luca war es wurscht, weil der gerade nicht fassen konnte, dass ein Plastikdackel sein Bein am Stand heben darf.

DAS BESONDERE: Luca hat bei einem Hundecasting mitgemacht und seine kleinen Kunststücke vorgeführt. Da er Publikum ja liebt fand er das klasse - Sachen aufheben, Schlüssel bringen, Sitz, Platz, Steh, Winken, Türen öffenen (sei Kavalier!) und sich erschießen lassen - keine Sache, mach ich glatt. Ob er auch mit einer Person ein paar Schritte mitgehen würde, wenn sie was zu Essen hat? Was für eine Frage, das wär doch sonst kein Labby. Und nun warten wir täglich auf den Anruf aus Hollywood. :-))

Wirklich aufregend aber war der heftige Sturm und der Blitzeinschlag. Einige Ausstellungsbereiche mußten evakuiert werden. Da waren wir gerade bei unserem morgendlichen Spaziergang und konnten gerade noch, bevor der Hagel uns gänzlich blaue Flecken beschert hätte, das Auto erreichen. Leider konnte die BRH Staffel aufgrund des Unwetters ihre Abseilaktion nicht durchführen.

Aber das schlechte Wetter hatte auch sein gutes - ehrlich, Hundemode vor allem in Form von Regenjacken und Gummistiefeln sind einfach - äähhhh unbeschreiblich - ja, nennen wir es so.

 

Stubenreinheit bei Welpen

Hunde sind an sich sehr saubere Tiere. Sie machen ihr Nest nicht gerne schmutzig. Nun kann es aber geschehen, dass ein Hund einfach etwas falsches verknüpft. Eine lustige Variante lieferte hierbei ein Hundekumpel von Luca. Als er geboren wurde war Herbst und stubenrein wurde er im Winter. Für ihn war klar: Pipi muss in den Schnee. Dann schmolz der Schnee aber. Und der arme Kerl konnte jetzt nirgends mehr hin. Endlich fand er ein kleines Fleckerl Schnee und: AAAAAHHHHH, endlich Erleichterung!

Es gibt aber auch noch andere Fehlverknüpfungen im Hundehirn. Zum Beispiel kann es sein, dass ein Hund sich gemerkt hat: nur harter Boden ist dafür da. Geht man nun in Wald und Flur spazieren, macht der Hund nichts, aber kaum ist man wieder zu Hause fließt ein kleines Bächlein in die Küche. Was kann man jetzt tun? Eine Möglichkeit ist es, das aufzuwischen und die Tücher mit auf eine Wiese zu tragen. Verknüpft der Hund das nun mit der Wiese, hat man gewonnen. Verknüpft er es mit der Zeitung, dann muss man noch ein bißchen dran feilen. Vielleicht einfach mit der Zeit immer kleinere Tücher hinlegen oder auch an den Platz gehen, an dem bisher immer die Tücher lagen, aber mal ohne Tuch. Am besten ausprobieren. Aber, tröstet Euch, bis jetzt ist noch fast jeder Hund stubenrein geworden. :-)

 

Seltsame Wege

geht sie manchmal, die Kunst des Hundeunterrichts. Luca kann winken. Das Kommando dazu ist ein Winken mit meiner rechten Hand und er winkt dann mit Links zurück. So sollte es sein. In letzter Zeit hat es sich jedoch eingebürgert, das Luca im Sitzen mit beiden Pfoten gleichzeitig zurückwinkt. Aber, mal ganz ehrlich, bei einem Hund in Labbigröße sieht "Männchen machen" schon ziemlich albern aus. Das widerstrebt mich einfach vollkommen, zu verlangen, dass ein so großer Rüde sich zum Deppen macht. Gut, denk ich mir - üben wir halt mal wieder. Ich winke rechts, er winkt doppelt. Das machen wir drei bis vier Mal. Aus Spaß winke ich mit beiden Händen - mal kucken, was passiert. Es rattert laut im Hundehirn - das kenn ich gar nicht. Aber irgendwie sieht es schon ähnlich aus. Er winkt: mit EINER Pfote. Und das hat sich die letzten Tage auch nicht mehr verändert. Ja, manchmal hilft der Zufall.

 

Generalisieren

Ist Euch das schon mal aufgefallen? Es gibt Dinge, die merkt sich ein Hund sofort. Luca zum Beispiel brauchte genau einen Besuch in der Apotheke, um zu wissen: Ladentheke=Leckergut. Und das übt er ausgiebig und mit intermittierender Belohnung. Deshalb sitzt es so gut.

Aber häufig sieht man eher folgendes Szenario: Hund rennt voraus und hinten brüllt es SSIIIITTTTZZZZ. Wenn Ihr Eurem Hund etwas sagen wolltet, das er garantiert nicht versteht, dann: Herzlichen Glückwunsch. Jetzt ist es Euch gelungen. Warum ist das so?

Zum einen ist ein Sitz keine so wichtige Sache für einen Hund, dass es sich lohnen würde, sich das sofort zu merken. Das heißt: für den Hund wird es hier schon recht abstrakt. Hunde sind direkte Wesen. Fressen dagegen ist unmittelbar und lebenswichtig. Der Hund bemüht sich, herauszufinden, wie man das mit den Essen nun macht. Und das machen wir uns zu Nutze, um ihm etwas beizubringen.

Die Situation im Geschäft sieht für den Hund so aus: Ladentisch, Person dahinter=Essen.

Lernen wir unserem Hund: Ich stehe neben Dir und sage Sitz, dann bekommst etwas, wenn Du das machst. Ganz einfach. Sage ich ihm aber im Laufen Sitz, dann fehlt ihm sozusagen der Ladentisch dazwischen. Diese Situation ist in seinem Oberstübchen nicht generalisiert.

Man geht im Übrigen davon aus, dass ein Hund 500 bis 1000 Wiederholungen braucht, um ein Kommando in jeder Situation zu beherrschen.

Also, bevor ihr das nächste Mal der Kamm schwillt, weil das liebe Tierchen mal wieder nicht folgt, lieber mal kurz nachdenken und sich mal selber fragen, ob er das schon können kann.

 

Unerwünschtes Jagdverhalten Teil II

Wer jetzt allerdings denkt, dass der verminderte Radius von Luca bereits dazu führte, dass er nicht mehr jagen ging, der täuscht sich gewaltig. Wie gesagt, wir hatten den ersten Grundstein gelegt. Nach einem halben Jahr Schleppleinentraining und einer Wiederholung des Ganzen Trainings nochmal ein Jahr später lief er ungefähr noch hundert Meter weit weg.

Aber jagen war noch immer sehr spannend, sobald Wild auftauchte, war er hinterher. Nicht immer, manchmal ließ er sich von einem Kaninchen abrufen. Zum anderen stöberte er einfach durchs Gebüsch und war da voll in seinem Element, die ganzen Spuren zu lesen.

Es war alles viel besser, aber es war immer noch nicht so, dass man ihn irgendwo auf einem Feld hätte freilassen können.

Ich mußte also umdenken, überdenken, was hier nicht gut gelaufen ist. Auch hier war bald eine Lösung gefunden und die hieß: rote Zone - grüne Zone. Kein Vielleicht. Die Dinge waren erlaubt oder verboten. Keine Zwischenstufen. Luca ist ein Meister für Zwischenstufen. Er testet stückchenweise aus.

Der zweite Ansatz ergänzte das alles: die Leine ist nicht dafür da, den Hund zu sichern. Sie ist Luft. Die Kommunikation darf nicht über die Leine stattfinden. Also tat ich so, als hätte ich keine. Und das funktionierte. Denn zum ersten Mal war wirklich ich es, die meinem Hund etwas erlaubt oder verbot. Und nicht ein abstrakter Stick.

Das Dritte in diesem Zusammenhang war ein Entgegenkommen, das aber funktioniert hat. Ich habe angefangen zu bestimmen, was gejagt wird und was nicht. Das Futter zog auch nicht mehr, sobald er etwas in der Nase hatte. Seine Nase weiß im Gegensatz zu mir genau, wo wirklich Wild ist. Also haben wir angefangen, gemeinsam die Mäuselöcher unsicher zu machen. Und ab und an kam auch eine Maus heraus. Genau dieser Jagderfolg war der Schlüssel. Seitdem nimmt er mich als Jagdführer ernst und läßt auch einen Hasen laufen, wenn ich ihm sage, dass wir den nicht nehmen.

Bedenkt man die Zeitspanne, dann kann man sagen, dass in der Zwischenzeit zwei Jahre vergangen sind. Viel zu lange haben wir an einem Konzept gearbeitet, das nicht gegriffen hat.

 

Unerwünschtes Jagdverhalten beim Hund

Luca ist ein Jagdhund und zwar ein sehr leidenschaftlicher. Und so stellte sich schnell heraus, dass, würden wir nicht unverzüglich anfangen, dieses Problem zu bearbeiten, wir sehr bald ein ernstes Problem bekommen würden. Damit meine ich einen Hund, der nicht mehr reagiert, sobald er tatsächlich Wild in die Nase bekommt.

Mein erstes Bestreben war es nun, seinen sehr weiten Radius in den Griff zu bekommen. Als Luca zu mir kam lag sein Laufkreis bei 300m bis 1000m! Seine Kettenhundvergangenheit zeigte sich hier sehr deutlich. Die Leine abzumachen war für diesen lauffreudigen Burschen das Highligt des Tages. Endlich Rennen! Luca ist von seiner Motivation aus nicht wirklich weggelaufen. Für ihn sind 500m eine Strecke, die er in ein paar Sekunden zurücklegen kann. UND: Jagen macht richtig Spaß, mehr Spaß als ihm Spielzeug oder Fressen macht (wobei Fressen schon ganz knapp ist).

Das erste Ziel war es deshalb, dass Lucas Radius kleiner werden sollte. Dazu begannen wir gleich am Tag nach seiner Ankunft mit einem gezielten Schleppleinentraining. Das bedeutet nicht, dass man den Hund festbindet, damit er nicht weg kann. Es bedeutet, tausenmal die Richtung zu ändern, ihn zu rufen, ihn zu belohnen, wenn er kommt, eine Möglichkeit zum Eingreifen zu bekommen, wenn er nicht auf Ruf kommt. Obwohl ich alles sehr systematisch aufgebaut hatte, führte dieser Weg jedoch nur bedingt zum Ziel. Warum? Die Lösung bracht Katrin Schuster. Liebe Katrin, Dir an dieser Stelle vielen Dank für Deine Mühe, Deine Geduld und Deine hervorragende Verständnisarbeit mit mir und für Luca.

Die entscheidende Botschaft für mich war: das Spielzeug interessiert Deinen Hund nicht, das Futter nicht genug - also geh mit ihm "jagen". Und so begann ich

mit Luca die Mäuselöcher im Olympiapark abzugrasen und wir fanden immer Wiener oder andere Leckereien. Plötzlich war etwas anders: Luca hatte verstanden, dass jagen mit mir zum Erfolg führt.

 

Die ersten drei Jahre

Ich möchte es mal so beschreiben: als Luca zu mir kam, war er nicht wirklich einfach. Er ist sehr temperamentvoll und überaus neugierig. Dazu kommt, dass er alles wirklich sehr genau wissen möchte. Deshalb versucht er eine Sache nicht ein Mal und auch nicht zwei Mal, sondern mindestens zehn Mal, bevor er mir wirklich glaubt, dass ich das so meine, wie ich es sagte. Zusätzlich war er mit gut acht Monaten mitten in der Pubertät. Und er hatte bis zu diesem Zeitpunkt nie Gelegenheit, wirklich eine Bindung aufzubauen. Im Schnitt wechselte er alle drei Wochen die Familie. Es kamen einige unglücklich Umstände zusammen, dass dies sich nicht verhindern lies. Dies verunsicherte ihn zusätzlich, so dass er noch stärker und stärker testen musste. Grenzen geben einfach Sicherheit und ein so unsicherer Hund wie er brauchte wirklich viele Grenzen. Ich fasse die Schwierigkeiten vor denen ich stand einfach einmal zusammen:

 - sehr weit weg laufen

 - nicht abrufbar

 - jagen

 - die Wohnung fressen, wenn er alleine war

 - das Auto fressen, wenn er darin alleine war

 - weinen, wenn ich gegangen bin

 - Essen stehlen

 - Konzentrationsschwierigkeiten (arbeiten war nicht möglich)

Bestimmt habe ich viele Fehler gemacht. Sein Temperament und seinen Suchdrang zu kanalisieren war sehr schwierig, trotz der vielen Hundeerfahrung, die ich bereits mitgebracht hatte. Der größte Fehler hierbei war wohl, dass ich ihn ständig überfordert habe, weil er den Eindruck vermittelte, er könne von nichts genug bekommen. Aber: wir haben es sehr gut hinbekommen.

 

10.1.2008

Hach, heute waren wir alle wieder im Park - die Hanni und ich, der Benni, Lampo und Miststück (ich glaube echt heißt sie Joy) und der Prinz. Das Wetter war einfach superschön. Und da mußte ich an meinen Urlaub mit Frauchen, Hanni und ihrer Regierung denken. Das war sooooooo toll.
Wir waren nämlich letzten Sommer in Italien, genauer in Bibione. Es war herrlich. Jeden Tag sind wir in der Früh an den Strand gefahren und waren schwimmen. Obwohl Hanni und ich ja sehr gute Schwimmer sind, waren uns ganz am Anfang die Wellen schon etwas unheimlich. Aber dann sind wir doch rein ins Wasser. Die Hanni fand die Wellen nicht so gut, ging nur bis zum Bauch rein oder blieb ladylike lieber unter dem Sonnenschirm - nicht, dass sie noch Sommersprossen bekommt. Und ich fand es super. Das Schönste war, wenn ich mit den Menschenmädels weit rausgeschwommen bin und wenn ich nicht mehr konnte, hat Frauchen mich kurz am Bauch festgehalten. Steffi hat dafür den ganzen Tag mit mir Ball gespielt. Aber ihr hättet mir schon sagen können, dass man das Wasser nicht trinken darf, jetzt hatte ich jeden Tag eine Spülung im Bauch, aber bestimmt keinen Salzmangel. Mit der Zeit hab ich dann kapiert und nur noch die fünf Liter ausgetrunken, die die Regierung mitgebracht hat.
Leute, ich sag Euch, das war Freiheit pur - den ganzen Tag draußen, zusammen mit meinen Mädels unter dem Sonnenschirm, keine Leine - nur essen, schlafen, schwimmen und essen. Herrlich!
Einmal haben wir einen Ausflug nach Venedig gemacht - das war irgendwie doof. Es war heiß und anstrengend. Und dann, auf der Fähre, bin ich fast bewußtlos geworden. Das liegt daran, dass man, wenn man ein großer Hund ist, einen Maulkorb anziehen muss und so konnte ich nicht mehr richtig hecheln. Aber Frauchen hat sofort den blöden Korb abgemacht und mich so gut es ging abgekühlt und bald gings mir wieder sehr gut. Die Zugfahrt war dafür wieder lustig, total viele Menschen überall und wir beide, die Hanni und ich. Und wisst ihr was: in Italien heißen wir Piccoli animali. Möchte mal wissen, was die machen, wenn ein Pony kommt - ich bin nämlich schon groß, ich bin doch der Luca.
Hier ein paar Bilder aus meinem Urlaub:
 

Strandlauf

unser Strand

eine Gondel

Glücklich

wirf den Ball

ich hol ihn raus

 Hanni Ladylike

pssssst

 

die ausführliche Fotogallerie

 

2.1.2008

Ein gutes neues Jahr an alle Feuchtnasen in diesem Lande! Viele Knochen wünsch ich Euch im Jahr 2008.

Mein Silvester war wirklich klasse, ich durfte mit auf den Olympiaberg und dort feiern. Und ich sage: Dank an alle, die so tolle Knaller und Krachmacher durch die Gegend schießen und lecker Sekt dabei haben. Vielen Dank auch für die Pommes und den Limes. Hmmmmmmm. Aber das Allertollste sind die Kracher und Raketen. Die pfeifen, knallen und wecken alle Hasen auf. Mann, war das lustig - Hasen wohin man riecht. Hab gleich nen neuen Lageplan gezeichnet. Leider durfte ich nicht von der Leine runter. Aber alle haben mich bewundert, weil ich so viel Spaß hatte. Später dann, als die Schießerei vorbei war, hat mich Frauchen ins Auto gepackt und mir meinen Anorak angezogen, damit mir nicht kalt ist und ich ein bisserl in Ruhe schlafen kann - es war ja schon zwei Uhr.
Euer Luca
 

24.12.2007
Menschen sind manchmal sehr seltsam. Kennt ihr das? Einmal im Jahr stellen sie sich Bäume ins Zimmer, stecken da Kerzen und Spielzeug und bunte Kugeln dran, aber nehmen darf man das nicht und anpinkeln auch nicht! Ja, Herrschaft, was soll man denn sonst mit einem Baum machen, an dem kein Obst hängt? Pah! Aber ein Gutes hat die ganze Zeremonie: Irgendwann fällt Frauchen einem um den Hals und dann ruft sie: "Fröhliche Weihnachten!" Und dann, dann kommt mein großer Moment. Endlich darf ich das herrlich duftende Päckchen auspacken. Oh, war das lecker - ein ganzer Kalbsknochen und eine Packung Rinderpansen. Den hab ich dann allen zeigen müssen. Ihr glaubt es nicht, die haben sich genauso gefreut wie ich. Mahlzeit *schmatz*. Und danke sehr, Carolin.

Euer Luca

 

15.12.2007
Heute ist mein Geburtstag! Frauchen sagt: So, Du Racker, jetzt bist Du erwachsen. Aber ich sag Euch was, erwachsen zu sein hat große Vorteile. Kein Jüngerer traut sich noch, sein Beinchen an mir zu heben oder sonstige Frechheiten. Und auf der Alm hab ich langsam auch etwas zu sagen. Der Prinz motzt nicht einmal, wenn ich sein Wasser trinke. Und das, obwohl er doch schon viiiiieeeeel älter ist als ich das bin.

Wenn man Geburtstag hat bekommt man ja auch was geschenkt. Und so war es auch bei mir: eine ganze Tüte leckere Pansenstücke, Geschmacksrichtung mufti super hab ich bekommen und die Hälfte, na ja, vielleicht nicht ganz die Hälfte, durfte ich sofort aufessen. Mann, war das lecker. Und im Biergarten gab es eine extra Wiener für mich.

Der Rest des Tages war eher doof. Frauchen ist zu einer Turnhalle gefahren. Sie hat irgendwas davon gesagt, dass die anderen Futterspender Bänke durch die Gegend rücken. Wisst ihr, was das ist? Bänkerücken. Na ja, ich bin ja noch jung. Vielleicht lerne ich das noch.
Euer Luca

 

12.12.2007
Toll! Frauchen hat gesagt, dass hier auf dieser Seite mein Platz ist. Wow, hier darf ich bloggen, hat sie gesagt. Das mach ich auch, obwohl, ganz ehrlich Leute: ein Knochen wäre mir lieber. Ich treff doch mit den Krallen die Tasten so schwer.
Bis bald und wir lesen uns
Euer Luca